Wasserverbrauchsauswertung

Coronakrise: Hamburger duschen morgens deutlich später

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Eine Frau unter der Dusche (Symbolbild): Offenbar beginnen die Hamburger in der Coronakrise deutlich später mit der Körperpflege.

Eine Frau unter der Dusche (Symbolbild): Offenbar beginnen die Hamburger in der Coronakrise deutlich später mit der Körperpflege.

Foto: Christin Klose / picture alliance / dpa Themendienst

In der Coronakrise hat sich die Körperpflege offenbar zeitlich nach hinten verschoben. Das legen Daten der Wasserwerke nahe.

Hamburg. Berlin, so meldeten es die Wasserbetriebe der Hauptstadt vor Kurzem, schlafe in der Coronakrise länger. Darauf deute das Duschverhalten hin, das sich verändert habe, seit viele Menschen im Homeoffice arbeiten müssen: „Hunderttausende Homies verschieben morgendliche Wasserspitze um anderthalb Stunden“, teilte das Unternehmen per Twitter mit.

Ähnlich halten es offenbar die Hamburger „Homies“, wie Hamburg Wasser nun festgestellt hat. Eine Analyse des Verbrauchs vom 23. März bis zum vergangenen Wochenende liefere „spannende Ergebnisse: Die morgendliche „Abgabespitze“ habe sich in der Hansestadt zuletzt deutlich verschoben. War zu normalen Zeiten morgens die größte Wasserabnahme zwischen 7.45 und 8.15 zu verzeichnen, liege sie nun zwischen 9.30 und 10 Uhr, teilt Hamburgs städtischer Wasserversorger mit. Das Duschen dürfte daran den größten Anteil haben, auch wenn es natürlich gut möglich ist, dass viele Hamburger morgens ihre Wäsche waschen.

Coronakrise: Wasserverbrauch in den Randbezirken steigt

Zwar habe sich der Wasserverbrauch in der Hansestadt zuletzt leicht erhöht, erklärt Hamburg Wasser. Der Bedarf liege in diesem Jahr 1,3 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre seit 2016. „Ob das an der Coronakrise liegt, lässt sich allerdings nicht sicher sagen: Einerseits ist die Bevölkerung seit 2016 gewachsen, andererseits fehlen zurzeit Verbräuche, die unter normalen Umständen von Touristen oder Berufspendlern verursacht werden.“

Seit den massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens und den Schließungen der meisten Geschäfte habe sich die Wasserversorgung von der Innenstadt in die Außenbezirke verlagert. In der Versorgungszone Hamburg-Mitte, die große Teile der Innenstadt mit vielen gewerblichen Kunden versorgt, sei der tägliche Bedarf seit dem 16. März um 4,08 Prozent gesunken.

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In Versorgungszonen, die eher an den Rändern der Hansestadt liegen, sei der Wasserverbrauch hingegen gestiegen, so das Unternehmen. In der Versorgungszone West beispielsweise, die von Hamburg-Rissen bis Altona reicht, sei zuletzt durchschnittlich 4,07 Prozent mehr Wasser pro Tag verbraucht worden als in der Zeit vor dem 16. März.

( mha )

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