Hamburg

Mord an Rentner – Zielfahnder verhaften mutmaßlichen Täter

Blaulicht (Archivbild): Die Polizei hat den mutmaßlichen Mörder eines Rentners in Wilhelmsburg aufgespürt.

Blaulicht (Archivbild): Die Polizei hat den mutmaßlichen Mörder eines Rentners in Wilhelmsburg aufgespürt.

Foto: dpa

Der Änderungsschneider soll den 83 Jahre alten Harry P. aus Habgier getötet haben. Beide kannten sich seit Langem gut.

Hamburg. Neun Tage nachdem der Rentner Harry P. in seiner Wohnung an der Mokrystraße erwürgt aufgefunden wurde, haben Zielfahnder einen 54 Jahre alten Mann festgenommen. Er soll seinen langjährigen Bekannten aus Habgier getötet haben. Der seit Jahrzehnten in Deutschland lebende Änderungsschneider war schon nach kurzer Zeit ins Visier der Ermittler der Mordkommission geraten.

Bereits am 22. März war der Rentner tot aufgefunden worden. Die Feuerwehr hatte die Wohnung aufgebrochen, weil ein Bekannter einen Notfall vermutete. schnell war klar: Harry P. war erwürgt, seine Wohnung durchwühlt worden. Weil der 83-Jährige seinen Mörder offenbar freiwillig in seine Wohnung gelassen hatte, war auch das Umfeld des Opfers genau unter die Lupe genommen worden. Dabei stießen die Ermittler auf den 54-Jährigen. Er soll von Geld und Wertgegenständen gewusst haben, die der Rentner in seiner Wohnung aufbewahrte.

Haftbefehl wegen Mordes aus Habgier

Ermittlungsergebnisse und Spurenauswertung reichten schließlich, um einen begründeten Tatverdacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft erwirkte einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes aus Habgier. Bereits am Dienstagmorgen lokalisierten Zielfahnder des Landeskriminalamtes den Mann in seiner Wohnung. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Bei der anschließenden Durchsuchung auch der Schneiderei in einem nahen Einkaufscenter stellte die Polizei weitere Beweismittel sicher, die ausgewertet werden.

In Wilhelmsburg war der Änderungsschneider kein Unbekannter. Seit über 25 Jahren betrieb er sein Geschäft. Er engagierte sich im Sport und auch politisch. In seinem Umfeld ist man schockiert. Dort gilt der Mann als sorgender Familienvater. Bei der Polizei war er in der Vergangenheit nie aufgefallen.

( zv )

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