Coronavirus

Schutzausrüstung reicht nicht für alle Hamburger Praxen

In Hamburger Praxen wird die Schutzausrüstung knapp (Symbolbild).

In Hamburger Praxen wird die Schutzausrüstung knapp (Symbolbild).

Foto: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die KV Hamburg erwartet Lieferungen von Material. Vorrang bei der Verteilung haben der "Arztruf Hamburg“ und Notfallpraxen.

Hamburg. Schutzausrüstung wird in den Hamburger Arztpraxen wegen der Ausbreitung des Coronavirus' knapp. Dr. Maja Falckenberg, Leiterin der Schmerzambulanz Alten Eichen, sagte dem Abendblatt, dass in ihrer Praxis nur noch etwa 30 Mundschutze vorrätig seien, die absehbar nur noch für wenige Tage reichen würden.

Dabei haben die Mitarbeiter regelmäßig Kontakt zu Patienten: Die Mitarbeiter müssten täglich Hausbesuche durchführen und die Schmerzpatienten müssten regelmäßig in die Praxis kommen, insbesondere diejenigen, die ein Betäubungsmittelrezept zur Therapie ihrer Schmerzen benötigen. Doch ob bald Nachschub an Mundschutzen von der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) kommt, ist fraglich.

Coronavirus: Neue Lieferung soll auch Arztpraxen versorgen

"Die eintreffenden Lieferungen, wenn sie im vereinbarten Umfang eintreffen, werden aller Voraussicht nach groß genug sein, um neben dem ärztlichen Bereitschaftsdienst Arztruf Hamburg auch Arztpraxen versorgen zu können", sagt Jochen Kriens, Sprecher der KVH. Dies werde aber aller Voraussicht nach im ersten Schritt nicht für alle Praxen in Hamburg reichen. Deshalb würden im Fall einer ausreichend großen Lieferung zunächst folgende Fachgruppen beliefert werden: Hausärzte, Kinder- und Jugendärzte, HNO-Ärzte, Fachärztliche Internisten, Radiologen und Strahlentherapeuten.

"Die Lieferung – die voraussichtlich aus Masken, Kitteln und Handschuhen bestehen wird – teilen wir zu gleichen Teilen pro Kopf auf. Die Ware wird von einem Spediteur in die Praxis geliefert. Sobald weitere Ware eintrifft, wird sie in gleicher Weise auch an die anderen Praxen verteilt. Vorrang haben allerdings immer der „Arztruf Hamburg“ und die Notfallpraxen", so Kriens.

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( cw )

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