Coronavirus

Deutsches Rotes Kreuz ruft im Norden zu Blutspenden auf

Blutspenden sind für die Versorgung von Schwerkranken auch in der Corona-Krise dringend erforderlich (Symbolbild).

Blutspenden sind für die Versorgung von Schwerkranken auch in der Corona-Krise dringend erforderlich (Symbolbild).

Foto: picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

Blutkonserven sind für die Versorgung Schwerkranker dringend nötig. Für Spender gelten spezielle Sicherheitsmaßnahmen.

Hamburg. Das Deutsche Rote Kreuz ruft dazu auf, auch angesichts der Beschränkungen durch die Corona-Krise weiterhin Blut zu spenden. Der Blutspendedienst Nord-Ost teilt mit, dass er in den kommenden Wochen regelmäßig Blutspendetermine in Schleswig-Holstein und Hamburg anbieten wird.

Dabei wird das Terminangebot auf einzelne ausgewählte Spendeorte konzentriert, an denen die Einhaltung notwendiger Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Spender und des Personals gewährleistet sind. Dabei gelten höchste Sicherheitsmaßnahmen.

Blutspender können sich über kostenfreie Hotline informieren

Das DRK weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass nur mit gesunden Blutspendern die Notfallversorgung schwerkranker Patienten in den Kliniken der Region kontinuierlich sichergestellt werden kann. Weil die aus dem Spenderblut gewonnenen Blutpräparate nur kurz haltbar seien, sei es wichtig, dass über die kommenden Wochen kontinuierlich gespendet werde.

Wer spenden will, wird gebeten, sich kurzfristig im Internet oder über die kostenfreie Hotline zu informieren, ob der in Frage kommende Termin tatsächlich stattfinden kann oder ob es Alternativen gibt: www.blutspende.de und Telefon 0800 11 949 11

Um Spender und Personal zu schützen, gelten folgende Regeln:

  • Blutspender sollen bitte den Personalausweis, den Blutspendeausweis (wenn vorhanden) und ggf. das Einladungsschreiben des DRK-Blutspendedienstes mit sich führen und auf Nachfrage vorweisen können.
  • Personen mit Erkältungssymptomen, Fieber und Durchfall werden nicht zur Blutspende zugelassen. Es wird gebeten, dass sie die Termine gar nicht erst aufsuchen.
  • Spendewillige sollen sich bitte tagesaktuell auf der Website des DRK-Blutspendedienstes über stattfindende Termine informieren.
  • Nach Möglichkeit soll für die einzelnen, ausgewählten Spendeorte eine Terminreservierung im Internet genutzt werden, dies hilft, die Anzahl von Anwesenden auf Terminen zu steuern und die Abstandsregeln einhalten zu können.
  • Aus Infektionsschutzgründen kann es in Einzelfällen bei sehr gut besuchten Terminen vorkommen, dass Blutspender gebeten werden, zu einem späteren Termin wiederzukommen. Nur so können die Abstandsregeln gewährleistet werden.

Blutspenden werden nicht auf das Coronavirus getestet

Außerdem weist das DRK darauf hin, dass Blutspenden nicht auf das Coronavirus getestet werden. „Gemäß Mitteilung des RKI ist eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Blut derzeit nicht anzunehmen, weil das Virus bei symptomlosen Personen im Blut nicht nachweisbar ist. Der Hauptübertragungsweg des SARS-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion. Eine Testung der Spenden wird daher aktuell nicht praktiziert“, betont Dr. Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost.