Coronavirus

Altes Präsidium der Handelskammer will weitermachen

Die Handelskammer Hamburg arbeitet zunächst mit dem alten Präsidium weiter (Symbolbild).

Die Handelskammer Hamburg arbeitet zunächst mit dem alten Präsidium weiter (Symbolbild).

Foto: picture alliance/imageBROKER

Plenarsitzung mit mehr als 70 Teilnehmern ist zurzeit nicht zu verantworten. Wie das Tagesgeschäft jetzt weitergeführt wird.

Hamburg. Wird die Handelskammer Hamburg vorerst mit dem alten Präsidium als Führung weitermachen müssen? Am Donnerstag beschloss das aktuelle Präsidium einstimmig, dass die konstituierende Plenarsitzung nach den jüngsten Wahlen nicht wie geplant am 2. April stattfinden wird. „Aufgrund der derzeitigen Lage und der dynamischen Entwicklung der Corona-Krise mit einer täglich stark ansteigenden Anzahl nachgewiesener sowie noch nicht sichtbar Infizierter halten wir es für nicht verantwortbar, unter diesen Rahmenbedingungen eine Plenarsitzung mit über 70 Teilnehmenden abzuhalten“, hieß es.

Keine wesentlichen strukturellen oder personellen Entscheidungen

Einige Plenarier hätten bereits angekündigt, an einer möglichen Sitzung Anfang April aus Gründen der Sicherheit ihrer eigenen Gesundheit nicht teilzunehmen. „Weil wir es nicht verantworten möchten, dass zum Beispiel auf Grund eines später entdeckten Corona-Falls eine Anzahl relevanter Unternehmerinnen und Unternehmer der Hamburger Wirtschaft in Quarantäne muss oder sogar erkrankt, sieht das Präsidium hier keinen Handlungsspielraum. Wir haben sowohl für unsere haupt- als auch unsere ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen eine Fürsorgepflicht.“

Die Mitglieder des amtierenden Präsidiums wollen nun das Tagesgeschäft der Handelskammer vorübergehend weiterzuführen. „Nach guter demokratischer Gepflogenheit wird es dabei keine wesentlichen strukturellen oder personellen Entscheidungen treffen wollen“, hieß es. Nach Abendblatt-Informationen formieren sich aber bereits die Gegner einer Absage der nächsten Plenarsitzung. Schon in den nächsten Tagen könnten sie schriftlich beantragen, dass diese doch am 2. April stattfinden soll – womöglich als Videokonferenz. ode