Hamsterkäufe

Kein Klopapier, keine Nudeln: Doch der Nachschub kommt

Auch in diesem Supermarkt in Eilbek sind die Regale leergekauft – zumindest vorübergehend.

Auch in diesem Supermarkt in Eilbek sind die Regale leergekauft – zumindest vorübergehend.

Foto: Stefan Walther / HA

Auch am Montag standen viele Kunden vor leeren Supermarktregalen. Händler warten auf Nachlieferungen begehrter Produkte.

Hamburg. Klopapier? Alle. Nudeln? Nur noch Restbestände. Konserven? Kaum noch Auswahl. Auch am Montag standen wieder viele Kunden vor leeren Supermarktregalen. Zum Teil haben die Händler bereits auf Corona-bedingte Hamsterkäufe reagiert.

So hatte der Geschäftsführer von Edeka-Niemerszein Frank Ebrecht bereits am Sonnabend mitgeteilt, dass an einigen Standorten besonders nachgefragte Produkte rationiert werden würden.

"Wir warten nun auf die Ware", sagte Ebrecht am Montag. "Die Produkte, die Sonnabend nicht mehr in den Regalen waren, waren zum Teil auch Montagmorgen noch nicht da. Wir haben natürlich nachbestellt, aber es dauert, bis alle Märkte beliefert und die Produkte dann auch wieder in die Regale geräumt sind."

"Wenn zu viele Menschen hamstern, kommen wir nicht hinterher."

Weiter betonte er: "Von den Engpässen sind längst nicht alle Warenbereiche betroffen. Grundsätzlich sind wir verkaufsfähig." Allerdings sei zu beobachten, dass die Kunden derzeit allgemein mehr kaufen als sonst. "Das ist verständlich. Aber wir werden die Lage nur gut meistern können, wenn das nicht ausufert." Sein Rat: "Für zwei bis drei Tage einzukaufen, ist völlig im Rahmen. Wenn aber zu viele Menschen hamstern, kommen wir nicht hinterher."

Auch die Edeka-Pressestelle teilte am Montag mit: "Die Versorgung der Edeka-, Marktkauf- und Netto-Märkte ist weiterhin bundesweit sichergestellt!" Man beobachte zwar, dass es in einigen Sortimentsbereichen zu einer erhöhten Nachfrage komme, dennoch könne man die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware über die eigenen Logistikzentren weiterhin gewährleisten.

Corona: Supermärkte bleiben geöffnet

Sprecherin Jennifer Teichert betonte jedoch: "Generell beobachten wir die aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus sehr genau. (…) Sollten Sofortmaßnamen in Deutschland notwendig werden, sind wir jederzeit in der Lage, entsprechend kurzfristig zu reagieren."

Für Verunsicherung sorgten in den vergangenen Tage Gerüchte in den Sozialen Netzwerken, nach denen Schließungen von Supermärkten unmittelbar bevorstünden. Dazu Edeka: "Diese Gerüchte sind falsch und entbehren jeder Grundlage." Auch die Rewe-Gruppe dementierte entsprechende Gerüchte. "Die Warenversorgung ist unverändert stabil", teilte eine Sprecherin mit.