Leihräder

Stadtrad-Kunden in Hamburg brauchen künftig zwei Apps

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Das neue Stadtrad-Modell wurde Anfang 2019 eingeführt.

Das neue Stadtrad-Modell wurde Anfang 2019 eingeführt.

Foto: Michael Rauhe

Leihrad-System in Hamburg wechselt im März auf ein neues IT-System. Diese Neuerungen kommen auf Stadtrad-Nutzer zu.

Hamburg. Wer die roten Leihräder in Hamburg vom 17. März an ausleihen möchte, muss sich eine neue Stadtrad-App auf seinem Handy herunterladen. Um in allen anderen deutschen Städten zu fahren, brauchen Kunden die Call-a-Bike-App. Das heißt, zusammen mit der Call-a-Bike-App haben Hamburger Stadtrad-Nutzer zwei Apps, zwei Accounts und erhalten jeweils eine separate Rechnung.

Der Grund: Stadtrad Hamburg wechselt als erstes Leihradsystem auf ein neues IT-System. Andere deutsche Städte folgen. Bis die anderen Bikesharing-Systeme ins neue IT-System umgezogen sind, benötigen Stadtrad-Kunden einen zweiten Account, um die Räder in anderen Städten zu fahren. Die System-Umstellung in anderen Städten soll im Verlauf der nächsten zwölf Monate abgeschlossen sein.

Und so geht´s: Nutzer müssen sich mit den vorhandenen Zugangsdaten (Kunden- oder Telefonnummer und Passwort) noch Mal in der App oder auf der Website einloggen. Die Zugangsdaten haben Kunden bei der Anmeldung per Mail erhalten. Sie sind in der App unter dem Menüpunkt "Kundenkonto" zu finden. Hier sieht man, ob man sich mit seiner Telefonnummer oder Kundennummer in die App eingeloggt hat. Wer das Passwort vergessen hat, kann sich über die "Passwort vergessen"-Funktion in der App/Website ein neues per Mail zuschicken lassen.

Hamburger Kunden können weitere Grundgebühr mit Tarifwechsel vermeiden

Stadtrad Hamburg ist ein Teil der Call-a-Bike-Familie, welche, wie auch beispielsweise RegioRadStuttgart oder FordPass Bike in Köln und Düsseldorf, vollständig von der Deutschen Bahn betrieben wird.

Bei Stadtrad wird eine Jahresgebühr von 5 Euro erhoben. Nutzer zahlen zudem für jeden gefahrenen Kilometer 0,10 Euro ab der 31. Minute oder 15 Euro am Tag (für Lastenpedelecs 24 Euro am Tag).

Bei Call a Bike werden drei Euro Grundgebühr im Jahr fällig und für jede halbe Stunde, die man das Rad nutzt, weitere 1 Euro oder 15 Euro am Tag. In Hamburg und Lüneburg sind 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos.

Entleihe und Rückgabe sollen künftig schneller gehen

"Wer Stadtrad hauptsächlich in Hamburg nutzt und sich nur selten in anderen Städten ein Fahrrad mit Call a Bike leiht, dem empfehlen wir, ab dem 17. März mit dem Call-a-bike-Account in den Light-Tarif zu wechseln", sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Damit spare man die Jahresgebühr von drei Euro und zahle nur, was man fahre.

Die neue Stadtrad-App soll Entleihe und Rückgabe künftig schneller und die Nutzerführung einfacher machen. In der Zukunft sind zusätzliche Funktionen und Services geplant. Die Preise ändern sich nicht.

( ade )

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