Hamburg

Buslinie 5: Fahrerin schmeißt Fahrgäste nach Streit raus

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Eine Busfahrerin der Linie 5 setzte nach einem Streit mit einem Kunden alle Fahrgäste auf die Straße (Archivbild).

Eine Busfahrerin der Linie 5 setzte nach einem Streit mit einem Kunden alle Fahrgäste auf die Straße (Archivbild).

Foto: dpa Picture-Alliance

Eine morgendliche Busfahrt endet für die Fahrgäste in der Hamburger Innenstadt anders als erwartet. Das ist der Grund.

Hamburg. Eine morgendliche Busfahrt mit der Linie 5 durch die Hamburger Innenstadt ist für viele Fahrgäste früher als erwartet zu Ende gegangen. Wie die Hamburger Morgenpost berichtete, führte am Montag vergangener Woche ein kleiner Streit zwischen einem Fahrgast und der Busfahrerin dazu, dass diese alle Gäste am Rathausmarkt auf die Straße setzte.

Streit in Linie 5 eskaliert: Busfahrerin schmeißt alle raus

Demnach wollte gegen 10 Uhr ein Mann am Rathaus zusteigen. Da die Tür am hinteren Teil des Busses nicht öffnete, musste er vorne einsteigen und soll sich laut einem Fahrgast bei der Busfahrerin darüber "in normalem Ton" beschwert haben.

Die junge Busfahrerin muss den Ton deutlich schärfer wahrgenommen haben und soll den Mann aufgefordert haben, den Bus zu verlassen. Der Fahrgast habe sich geweigert, habe auf seine Fahrkarte verwiesen und der Streit sei eskaliert.

Kunde erhält Zuspruch von Fahrgästen

Der Mann erhielt laut einer Augenzeugin Zuspruch von einem anderen Fahrgast, der nun ebenfalls mit der offenbar überforderten Busfahrerin diskutierte. Diese soll weiterhin auf ihr Recht bestanden haben, Fahrgästen die Weiterfahrt zu verweigern. Eine ältere Dame mit Gehwagen, die die Fahrerin auf Grund eines Arzttermins zur Weiterfahrt drängte, habe der Fahrerin dann den letzten Rest gegeben. Die Busfahrerin soll daraufhin alle Gäste auf die Straße gesetzt haben und die Fahrgäste mussten auf den nächsten Bus warten.

Nach Rausschmiss aus Linie 5: Das sagt die Hochbahn

Die Hochbahn bestätigte den Vorfall, wies jedoch daraufhin, dass es viele unterschiedliche Aussagen zu dem Vorfall gebe. Klar sei, dass es eine verbale Auseinandersetzung gegeben habe, in dessen Folge die Busfahrerin die Fahrt am Rathaus beendet habe. Eine Stellungnahme der Fahrerin sei intern eingeholt worden. Diese habe sich laut Constanze Dinse, Sprecherin der Hamburger Hochbahn, missverstanden gefühlt.

Busfahrer könnten grundsätzlich ihre Gäste von der Fahrt ausschließen, "wenn sie sich unflätig verhalten", sagt Dinse. Eine solche Situation sollte dennoch nicht eskalieren. Darauf seien Busfahrer geschult. "Allerdings treffen Menschen auf Menschen", so Dinse und bittet um Verständnis.

Ob der Vorfall Konsequenzen für die Busfahrerin habe, konnte Dinse nicht sagen. Das falle unter den Datenschutz.

( cjl )

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