Hamburg

Demo für Migranten vor dem griechischen Konsulat

"Schluss mit dem Sterben im Mittelmeer", forderte die Initiative Seebrücke am Rathausmarkt.

"Schluss mit dem Sterben im Mittelmeer", forderte die Initiative Seebrücke am Rathausmarkt.

Foto: Kaja Weber / HA

Rund 500 Menschen solidarisieren sich bei spontaner Demonstration mit den Geflüchtete der griechisch-türkischen Grenze.

Hamburg. Unter dem Motto "Grenzen auf! Leben retten!" ist es am Dienstagabend in Hamburg zu einer spontanen Demonstration für die Migranten an der griechisch-türkischen Grenze gekommen. Nach Polizeiangaben zogen etwa 500 Menschen vom Rathausmarkt zum griechischen Konsulat in der neuen ABC-Straße in der Innenstadt.

Initiiert wurde die Solidaritätsveranstaltung vom Verein Seebrücke. Es ginge darum, den "Protest gegen den menschenverachtenden Umgang mit Schutzsuchenden an der griechischen Außengrenze Europas zum Ausdruck zu bringen", teilten die Veranstalter mit. Für Sonnabend, 12 Uhr, ist eine weitere Demonstration am Rathausmarkt angekündigt.

Griechenland setzt Blendgranaten ein

Seitdem die Türkei am Wochenende die Grenzen zur EU für Migranten für offen erklärt hatte, ist der Druck auf die griechische Landgrenze deutlich gestiegen. Nach UN-Angaben harren Tausende Migranten bei Kälte auf der türkischen Grenzseite aus. Viele wollen weiterziehen.

Griechische Sicherheitskräfte setzten in den vergangenen Tagen mehrfach Blendgranaten und Tränengas ein, um Menschen zurückzudrängen. Menschenrechtler und Migrationsforscher kritisierten das Vorgehen scharf.

( dpa/HA )

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