Hamburg

Beinah-Unfall von zwei Frachtern auf der Elbe

An der Mündung des Nord-Ostsee-Kanals in die Elbe bei Brunsbüttel wären in der Nacht fast zwei Frachtschiffe zusammengestoßen (Symbolbild).

An der Mündung des Nord-Ostsee-Kanals in die Elbe bei Brunsbüttel wären in der Nacht fast zwei Frachtschiffe zusammengestoßen (Symbolbild).

Foto: picture alliance/akg-images

In Höhe Brunsbüttel hatte ein Schiff einem anderen die Vorfahrt genommen. Was den Kapitän jetzt erwartet.

Hamburg/Brunsbüttel. Auf der Elbe bei Brunsbüttel ist es in der Nacht zu Sonntag fast zu einer Kollision von zwei Frachtschiffen gekommen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein rund 88 Meter langes Frachtschiff den Nord-Ost-See Kanal durch die Schleuse Brunsbüttel verlassen und war Richtung Nordsee auf die Elbe gefahren. Hier steuerte der ukrainische Kapitän das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Schiff bis zur sogenannten Radarlinie in der Mitte des Fahrwassers.

Kapitän muss 3000 Euro zahlen und erhält eine Anzeige

Zur gleichen Zeit war ein rund 107 Meter langes Frachtschiff die Elbe aufwärts in Richtung Hamburg unterwegs. Während des Lotsenwechsels in Höhe Brunsbüttel bemerkten die Verantwortlichen an Bord den vermeintlich kreuzenden Kurs des anderen Schiffes. Sie brachen daraufhin den Lotsenwechsel ab. Um eine Kollision zu vermeiden, musste das Schiff ein Ausweichmanöver fahren, obwohl es Vorfahrt hatte.

Die Verkehrszentrale Brunsbüttel erstattete gegen den 63-jährigen Kapitän des 88 Meter langen Schiffs Anzeige wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs. Er musste eine Sicherheitsleistung von 3000 Euro zahlen. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.