Kirche

Landessynode der Nordkirche diskutiert über Klimaschutz

Ulrike Hillmann, Präses der Landessynode.

Ulrike Hillmann, Präses der Landessynode.

Foto: dpa

Haushalt, Baugesetze, Klimaschutz - das sind die Themen der Synode der Nordkirche. Acht Jahre nach der Fusion gibt es hier immer noch Unterschiede im Bau- und Vertragsrecht. "Ein einheitliches Baurecht ist für die Gemeinden wichtig", sagt die Vorsitzende der Synode.

Travemünde. Mit der Diskussion über ein einheitliches Kirchenbaugesetz hat am Donnerstag die Landessynode der Nordkirche begonnen. Damit werde acht Jahre nach der Fusion der drei norddeutschen Landeskirchen endlich ein einheitliches Baurecht für das gesamte Nordkirchengebiet geschaffen, sagte die Präses der Synode, Ulrike Hillmann. Das Hauptthema der Tagung, der Haushalt der Nordkirche, steht am Freitag auf der Tagesordnung. Für das laufende Jahr erwartet die Nordkirche leicht gestiegene Kirchensteuereinnahmen. Das Volumen das Haushalts soll mit rund 583 Millionen Euro im Vergleich zu 2019 gleich bleiben.

"Ein einheitliches Kirchenbaurecht ist unter anderem für den Neubau von Kindertagesstätten und Gemeindehäusern wichtig, da in den Ländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg bislang unterschiedliche Vertrags- und Rechtslagen herrschen", sagte Hillmann. Auch für den Denkmalschutz sei ein einheitliches Baurecht wichtig. Mehr als 90 Prozent der 1880 Kirchen und Kapellen im Gebet der Nordkirche stehen den Angaben zufolge unter Denkmalschutz.

Die Nordkirche ist 2012 durch den Zusammenschluss der Nordelbischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche entstanden. Sie hat rund 1,9 Millionen Mitglieder.

Im Jahresabschluss 2017, der am Freitag auf der Tagesordnung steht, sind nach Angaben der Nordkirche erstmals die Rückstellungen für künftige Pensions- und Beihilfeleistungen an die Geistlichen und Kirchenbeamte ausgewiesen. "Dieser von der Synode 2014 beschlossene konsolidierte Gesamtabschluss ist auch der Grund dafür, dass wir mit dreimonatiger Verspätung über den Haushalt 2020 abstimmen", sagte Hillmann. Die Pensionsverpflichtungen müssten auch im aktuellen Etat fortgeschrieben werden.

"Die Pensionsverpflichtungen beliefen sich am 31. Dezember 2017 auf rund 2,2 Milliarden Euro für die nächsten 50 bis 70 Jahre", sagte der Synodale Malte Schlünz. Dafür müssten in den Haushalten der kommenden Jahrzehnte entsprechende Summen eingeplant werden. Ein weiteres Thema der Synode ist der Klimaschutzbericht der Nordkirche. Er werde am Samstag vorgestellt werden, sagte Hillmann.