Hamburg

Elbtunnel-Fahrbahn abgesackt – Röhre komplett gesperrt

Am Donnerstag bildeten sich auf der A7 vor dem Elbtunnel lange Staus in Richtung Süden.

Am Donnerstag bildeten sich auf der A7 vor dem Elbtunnel lange Staus in Richtung Süden.

Foto: TV Newskontor

Die beschädigte Fahrspur soll in der Nacht repariert werden. Tagsüber kam es zu langen Staus auf der A7 und anderen Autobahnen.

Hamburg. Wegen einer abgesackten Fahrbahn ist die vierte Elbtunnelröhre am Donnerstagabend für den Verkehr gesperrt worden. Nach Angaben der Hamburger Tunnelleitzentrale soll der Schaden bis Freitag, 5 Uhr repariert werden. Der Schaden auf einer Fahrspur der Autobahn 7 in Richtung Süden war am frühen Donnerstagmorgen aufgetreten.

Christian Merl, Sprecher der Autobahn GmbH, vermutet, dass die Unterkonstruktion der Fahrbahn beschädigt ist und deswegen der Asphalt auf einer Länge von knapp einem Meter abgesackt ist. Unter der Fahrbahn verlaufen Kabelschächte. Die Fahrbahn wurde nun geöffnet, um die Unterkonstruktion zu begutachten, die die Autobahn trägt. "Erst dann wissen wir genau, was dort nicht in Ordnung ist", sagte Merl.

Susanne Meinecke, Sprecherin der Hamburger Verkehrsbehörde, rechnete damit, dass die Reparaturen rechtzeitig vor Beginn des Berufsverkehrs abgeschlossen sind und der Verkehr dann wieder durch alle Elbtunnelröhren fließen kann.

Beschädigte Fahrspur im Elbtunnel – auch HVV betroffen

Pendler und Berufskraftfahrer kamen den ganzen Donnerstag über in Richtung Süden deutlich langsamer voran als gewöhnlich, weil die beschädigte Fahrspur gesperrt wurde. Schon in den frühen Morgenstunden staute sich der Verkehr aus Richtung Norden auf einer Länge von 16 Kilometern. Am Vormittag meldete die Polizei dann schon einen 20 Kilometer langen Stau. Laut Verkehrsleitzentrale standen Autofahrer vor allem zwischen Quickborn und dem Elbtunnel Stoßstange an Stoßstange.

Auf der A23 standen Pendler ab Halstenbek im Stau. Auch auf der zur A7 parallel verlaufenden Holsteiner Chaussee kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Zudem meldete der HVV, dass wegen der Verkehrsbehinderungen im Hamburger Westen auch Busse im Stau standen und es zu erheblichen Verspätungen kam.

Gegen Mittag entspannte sich dann die Verkehrslage rund um den Elbtunnel. Die Polizei meldete stockenden Verkehr auf etwa sieben Kilometern vor dem Elbtunnel. Auch auf den umliegenden Straßen habe sich die Stausituation wieder entspannt.

Infos rund um das Thema Elbtunnel:

  • Mit dem Bau des Elbtunnels in Hamburg wurde 1968 begonnen, eröffnet wurde er 1975
  • Der Elbtunnel hat eine Gesamtlänge von 3.325 Metern
  • Pro Tag fahren im Schnitt 113.300 Fahrzeuge durch den Elbtunnel
  • Der Elbtunnel ist Bestandteil des Autobahnnetzes und hat vier Röhren. jede Röhre verfügt über zwei Fahrspuren
  • Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Elbtunnel beträgt 80 Kilometer pro Stunde

Fahrbahn wurde vor sechs Jahren saniert

Vor sechs Jahren wurde die Fahrbahn der vierten Elbtunnelröhre zuletzt erneuert. "Täglich fahren durch den Elbtunnel rund 150.000 Fahrzeuge", so Meinecke. Damit handele es sich um einen der am meisten befahrenen Autobahnabschnitte auf Hamburger Autobahnen.