Hamburg

Proteste vor dem Matthiae-Mahl mit Töpfen und Löffeln

Das Hamburger Matthiae-Mahl – Organisationen rufen zur Demo auf (Archivbild).

Das Hamburger Matthiae-Mahl – Organisationen rufen zur Demo auf (Archivbild).

Foto: Andreas Laible

"Absurder Aufwand für die Verköstigung der Elite": Verschiedene Organisationen rufen zur Demo am Freitag vor dem Rathaus auf.

Hamburg. Mit einer Kundgebung vor dem Hamburger Rathaus protestieren am Freitag, 28. Februar, verschiedene Organisationen gegen das traditionelle Matthiae-Mahl. Die Kundgebung ist von 16 bis 17.30 Uhr am Heinrich Heine Denkmal am Rathausmarkt.

„Der absurde Aufwand für das Matthiae-Mahl und die Verköstigung hochrangiger Gäste aus der Elite fordert auch dieses Jahr wieder zu Protesten heraus“, schreiben die Protestler, darunter Attac Hamburg, der Asta der Universität Hamburg und die Gewerkschaft ver.di mit der Fachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe Hamburg.

Matthiae-Mahl in Hamburg diene nur Interessen weniger

Vor allem die Ehrengäste, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Außenminister Heiko Maas (SPD), werden von den Organisatoren hart angegangen, „für die massive militärische Aufrüstung und Aggression der NATO", heißt es in der Mitteilung.

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Dagegen wollen die Demonstranten ein Zeichen setzen für Frieden, soziale Gleichheit und gegen die sozialen Missstände in der Stadt und weltweit sowie die wachsende Kriegsgefahr. „Das Matthiae-Mahl ist der konsequente Ausdruck einer Politik, die nicht der Allgemeinheit, sondern den Interessen weniger dient. Für immer mehr Menschen reichen Einkommen, Rente und Sozialleistungen nicht für Miete, Lebensunterhalt und zur Teilhabe am kulturellen wie gesellschaftlichen Leben“, schreiben sie. Geflüchteten und Schutzsuchenden würde die menschenwürdige Aufnahme verweigert. Die Gruppen fordern eine generelle Abrüstung.

Kritik an dem Mahl kommt auch von den Linken. Zaklin Nastic, Sprecherin der Bundestagsfrakion Die Linke: "An dem Schulessen für unsere Kinder spart der Hamburger Senat, aber 100.000 Euro für Reichen- und Militaristenspeisung ist vorhanden." Sie fordert, dieses Geld für vernünftiges Schulessen auszugeben statt "Elitenverköstigung". "Der Hamburger Senat macht wieder deutlich, dass keine Politik für die Bürger gemacht wird, sondern für die Reichen."

Matthiae-Mahl – lautstarker Protest mit Töpfen und Löffeln

Wenn die Gäste eintreffen, wird es Redebeiträge von verschiedenen Gruppen zum Thema Frieden und soziale Gerechtigkeit geben. Die zweite Aktion beginnt gegen 18.30 Uhr vor dem Rathaus. Dort sollen die Gäste mit Transparenten und lautstarkem Protest mit Töpfen und Kochlöffeln begrüßt werden. Außerdem soll es zeitgleich eine Lichtinstallation geben.