Sammeltaxi

Moia will bald für eine Million Hamburger da sein

Robert Henrich ist Chef des Sammeltaxi-Dienstes Moia, der nun auch am Hamburger Stadtrand angeboten werden soll

Robert Henrich ist Chef des Sammeltaxi-Dienstes Moia, der nun auch am Hamburger Stadtrand angeboten werden soll

Foto: Michael Rauhe / Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Ab 1. März surren die schwarz-goldenen E-Busse auch in Stadtteile an der Peripherie. Moia sucht außerdem neue Betriebshöfe.

Hamburg. Seit dem Start vor fast elf Monaten sind die schwarz-goldenen Kleinbusse auf einer Fläche von 200 Quadratkilometern im Hamburger Stadtgebiet unterwegs, nun expandiert Moia in weitere Stadtteile nördlich der Elbe. Vom 1. März an werde der Fahrservice auch in Rissen, Lurup, Schnelsen, Volksdorf und Jenfeld angeboten, teilte das Unternehmen mit.

Moia-Gebiet erreicht bald eine Million Hamburger

Das Gebiet, in dem die Kleinbusse fast rund um die Uhr per App gebucht werden können, wächst mit der Erweiterung um fast 50 Prozent auf annähernd 300 Quadratkilometer. In allen künftig abgedeckten Stadtteilen zusammen leben mehr als eine Million Hamburger.

Das neue Betriebsgebiet umfasst annähernd das gesamte Gebiet von der Landesgrenze im Westen bis zu der im Osten. Im Norden bleiben allerdings Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt außen vor, im Südosten bleiben zudem die Straßen von Billbrook und Billstedt weiter frei von Moia-Wagen.

Moia will mehr Geschäftskunden – und mehr Fahrzeuge

Auch alle Stadtteile südlich der Norderelbe und Bergedorf will das Unternehmen erst dann bedienen, wenn die Kleinbusflotte auf bis zu 1000 Fahrzeuge angewachsen ist. Ob dies geschieht, soll Ende des Jahres entschieden werden. Bis dahin will Moia 500 Fahrzeuge auf Hamburgs Straßen haben, derzeit sind es 330, heißt es.

Das könnte Sie auch interessieren:

Zeitgleich mit der Gebietsausweitung verstärkt der Mobilitätsdienst auch seine Bemühungen, Geschäftskunden zu gewinnen. Laut der vorerst bis Ende 2022 befristeten Betriebsgenehmigung der Wirtschafts- und Verkehrsbehörde, darf Moia auch Verträge mit Unternehmen schließen. Bislang wurde dieses Geschäftsfeld allerdings kaum forciert. Noch vor wenigen Wochen sagte Moia-Chef Robert Henrich dem Abendblatt: „Uns ist wichtiger, dass genügend Fahrzeuge zur Verfügung stehen, um die Buchungen privater Kunden zügig bedienen zu können.“

Firmen können Moia-Gutscheine verteilen

Nun kündigt Henrich an: „Wir entwickeln neue Kooperationen und Geschäftsmodelle im Bereich der Geschäftskunden.“ In einem ersten Schritt können Unternehmen nun online Voucher (Gutscheine) für eine Moia-Fahrt buchen und an Mitarbeiter, Kunden oder Gäste weitergeben. Das Unternehmen wolle so „die Auslastung der Fahrzeuge auch außerhalb der Stoßzeiten noch weiter zu erhöhen“, so Henrich.

Die Kleinbusse sind erfahrungsgemäß wochentags vor allem am Morgen und am Abend sowie am Wochenende stark gebucht, zwischendurch sinkt die Nachfrage. Moia aber will möglichst gleichmäßig viele Kleinbusse einsetzen.