Verkehr

Rote Ampeln gegen Stickoxid: Senat verändert Intervalle

dpa
Ein Auto fährt an einer roten Ampel vorbei.

Ein Auto fährt an einer roten Ampel vorbei.

Foto: dpa

Hamburg. Der Senat hat bestätigt, dass auf verkehrsreichen Hamburger Straßen die Ampelschaltungen verändert wurden, um den Verkehr zu verringern und damit die Luftqualität zu verbessern. Das betreffe ein Dutzend Ampelanlagen in den Stadtteilen Barmbek-Nord und Dulsberg entlang des vielbefahrenen Ring 2, teilte der Senat auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Dennis Thering mit. Ziel sei es, den vorgeschriebenen mittleren Jahresgrenzwert für Stickoxide am Standort Habichtstraße einzuhalten. Dazu müsse die Zahl der Autos auf der betroffenen Strecke von rund 44 000 auf 40 000 pro Tag sinken. Das hätten die Berechnungen von Gutachtern ergeben.

Thering kritisierte die Maßnahme. "An gleich zwölf Kreuzungen stoppt der rot-grüne Senat vorsätzlich den Verkehr und sorgt für Stau auf dem Ring 2", sagte er. "Das kostet nicht nur die Autofahrer Nerven, es gefährdet die Verkehrssicherheit. Jede Anstauung auf der Straße birgt die Gefahr von Auffahr- und weiteren Unfällen. Hier werden unnötige Risiken für Leib und Leben der Menschen wissentlich in Kauf genommen."

Die Grünen verteidigten die Maßnahme. "Zu hohe Stickoxidwerte gefährden die Gesundheit. Und wir sind rechtlich dazu verpflichtet, die Grenzwerte einzuhalten", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Martin Bill. Der Zufluss zur Habichtstraße habe durch Ampelschaltungen reguliert werden müssen, da andernfalls Durchfahrtsbeschränkungen notwendig geworden wären. Die Berechnungen der Gutachter hätten eindeutig ergeben, dass im nördlichen Abschnitt der Habichtstraße zu viel Verkehr sei.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg

( dpa )