"Maersk Tema"

Hamburger Containerschiff von Piraten attackiert

Hamburg: Sitz der Reederei Bernhard Schulte Shipmanagement. Die "Maersk Tema" wurde von Piraten attackiert.

Hamburg: Sitz der Reederei Bernhard Schulte Shipmanagement. Die "Maersk Tema" wurde von Piraten attackiert.

Foto: Imago / André Lenthe

Die „Maersk Tema“ wurde von zwei schnellen Motorbooten aus angegriffen. Die Mannschaft leitete das Notfall-Procedere ein.

Hamburg. Piraten haben ein Containerschiff einer Hamburger Reederei vor der Küste Westafrikas angegriffen. Das Containerschiff „Maersk Tema“ sei von zwei schnellen Motorbooten aus attackiert worden, sagte ein Sprecher für das Unternehmen Bernhard Schulte Shipmanagement der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Der Angriff sei im Golf von Guinea vor der Küste Nigerias erfolgt. Die Mannschaft habe das Notfallprotokoll befolgt, erklärte der Sprecher. Er ließ offen, ob die Piraten das Schiff geentert haben. Das Unternehmen habe alle zuständigen maritimen Organisationen über den Vorfall informiert, sagte er.

Nach mehreren Berichten von Schifffahrtsdiensten, habe die Besatzung der "Maersk Tema" die Schutzräume aufgesucht. Das Containerschiff soll nach der Attacke seine Fahrt verlangsamt, den Kurs geändert haben und leicht abgedriftet sein. So berichtet der Dienst T-winds, dass weitere Schiffe in der Region vor Piraten gewarnt wurden. Der Zwischenfall mit den Piraten ereignete sich demnach 170 nautische Meilen südwestlich von Bayelsa.

Die 255 Meter lange "Maersk Tema" wurde 2015 gebaut und fasst 5380 TEU. Sie fährt unter der Flagge der Marshall Inseln.