Flughafen

Hamburg-Dubai: A380 von Emirates 20 Stunden zu spät

Ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates landet auf dem Flughafen Hamburg.

Ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates landet auf dem Flughafen Hamburg.

Foto: Michael Rauhe

Der Super-Airbus sollte am Sonntag trotz Orkans "Sabine" noch abheben, als viele Flüge gestrichen wurden. Dann kam es anders.

Hamburg. Der Orkan „Sabine“ hat am Hamburger Flughafen am Sonntagabend auch die Passagiere nach Dubai Nerven gekostet. Ihr Airbus A380 von Emirates sollte um 21 Uhr vom Airport in Fuhlsbüttel abheben – als eine der wenigen Maschinen, die trotz Sturmgeschwindigkeiten von später über 100 Kilometer pro Stunde rausgehen sollten.

Airbus A380 sollte trotz Sturm starten

Während Flüge von Lufthansa-Tochter Eurowings gecancelt wurden und auch Passagiere mit Ziel Hamburg auf Gran Canaria und Teneriffa bleiben mussten, sollte der sechsstündige Interkontinentalflug mit dem Mega-Jumbo starten.

Dann hieß es: Verspätung. Eine Stunde, zwei Stunden. Das kostet Geld und Geduld. Nur im Ausnahmefall dürfen Maschinen in Hamburg so spät abfliegen. Das war beim A380 von Emirates nach Dubai zuletzt der Fall, als der Flughafen Mitte Oktober wegen einer Bombenentschärfung in Schnelsen komplett gesperrt war. Da hob der vierstrahlige Doppeldecker-Jet erst um 0.45 Uhr Richtung Golf ab. Anwohner des Flughafens wunderten sich über den späten Triebwerksound.

Emirates erklärt die Verspätung des A380

Am Sonntag hat laut Flughafen die Airline entschieden, dass der Abflug doch nicht mehr am Abend stattfindet. Bei starkem Sturm ist auch die Boden-Abfertigung betroffen. Unter anderem muss die Sicherheit der Vorfeld-Mitarbeiter gewährleistet sein. Die Maschine rollte dann mit fast 20 Stunden Verspätung am Montag gegen 17 Uhr auf die Startbahn.

Ein Unternehmenssprecher von Emirates sagte dem Abendblatt am Montag, die zunehmend widrigen Wetterverhältnisse hätten die Bodenabfertigung des A380 beeinträchtigt. „Emirates entschuldigt sich für entstandene Unannehmlichkeiten. Die Sicherheit unserer Fluggäste und Besatzung hat zu jeder Zeit höchste Priorität.“