Hamburg

Polizei stoppt Auto mit Schüssen und macht brisanten Fund

Auf dieses Auto gaben die Beamten Schüsse ab, als es auf sie zuraste. Es wurde wenig später in Tatortnähe gefunden.

Auf dieses Auto gaben die Beamten Schüsse ab, als es auf sie zuraste. Es wurde wenig später in Tatortnähe gefunden.

Foto: Michael Arning

Während der Festnahme eines Autofahrers steuerte ein zweites Fahrzeug auf die Beamten zu. Drogengeschäft als Hintergrund?

Hamburg. Bei einer Festnahme in Allermöhe hat am Donnerstagabend mindestens ein Polizeibeamter Schüsse auf ein Fahrzeug abgegeben. Wie ein Sprecher des Lagedienstes der Polizei auf Anfrage mitteilte, startete die konzertierte Aktion gegen 19 Uhr.

Dabei sei am Felix-Jud-Ring, Höhe Hausnummer 373, ein Kleintransporter eines Autovermieters angehalten und dessen Fahrer festgenommen worden. Hintergrund war nach Abendblatt-Informationen ein geplanter Zugriff des Rauschgiftdezernats.

Polizist gibt mindestens drei Schüsse ab

Noch während der laufenden Festnahme sei unvermittelt ein zweites Auto auf die Beamten zugerast. Dabei haben nach ersten Erkenntnissen der Polizei mehrere Beamte von der Schusswaffe Gebrauch gemacht.

Nach Informationen des Abendblattes war der Mercedes, in dem der Hauptverdächtige der Rauschgiftfahnder saß, von mindestens drei Schüssen getroffen worden – an einem Spiegel, einem Reifen und an einer hinteren Seitenscheibe. Verletzt wurde niemand.

Verdächtiger Fahrer flüchtet zu Fuß

Der Fahrer sei laut Polizei zunächst in seinem Wagen geflüchtet, hätte das Auto dann stehen gelassen und habe sich zu Fuß davongemacht. Nach etwa zwei Stunden konnte der Mann gefasst und festgenommen werden. Das Auto wurde wenig später im nahen Von-Hacht-Weg aufgefunden.

Nach Auskunft des Lagedienstes stehen die Vorkommnisse im Zusammenhang mit Drogendelikten. Nach Abendblatt-Informationen wurden am Ende 77 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Während der Fahndung war unter anderem auch der Polizeihubschrauber Libelle im Einsatz.