Fußball

Ex-St.-Pauli-Chef: HSV hatte "nicht alle Tassen im Schrank"

Corny Littmann, Schauspieler, Unternehmer und ehemaliger Vereinspräsident des FC St. Pauli, lächelt.

Corny Littmann, Schauspieler, Unternehmer und ehemaliger Vereinspräsident des FC St. Pauli, lächelt.

Foto: dpa

Jüngste Vergangenheit des HSV sei desaströs. Ehemaligen HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga nimmt Littmann besonders aufs Korn.

Hamburg. Der frühere Präsident Corny Littmann des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli hat den Stadtrivalen HSV attackiert. "Wer wie der HSV vor einem Jahr gleichzeitig vier Trainer bezahlen muss, der kann nicht alle Tassen im Schrank haben", sagte Littmann in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch). Die jüngste Vergangenheit des HSV sei "desaströs genug", da könne man nur mit dem Kopf schütteln.

Der HSV hatte 2018 in Markus Gisdol (25.9.16 bis 21.01.18), Bernd Hollerbach (22.1.18 bis 12.3.18) Christian Titz (12.3.18 bis 23.10.18) und Hannes Wolf (23.10.18 bis 19.5.19) vier verschiedene Trainer unter Vertrag, die auch nach der Trennung bezahlt werden mussten. Seit Mai 2019 ist Dieter Hecking Chefcoach der Hamburger.

Littmann nimmt Lasogga besonders aufs Korn

Den ehemaligen HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga nahm Littmann besonders aufs Korn. Dessen Bekenntnis, er bleibe beim HSV, weil er vertragstreu sei, nannte Littmann eine "fast schon kabarettistische Aussage" und folgerte: "Für dreieinhalb Millionen Euro bin auch ich überall vertragstreu." Der 67 Jahre alte Hamburger Theaterinhaber führte den FC St. Pauli von Dezember 2002 bis Mai 2010.