Berlin/Kiel. Das Interesse an der Jagd ist nach Branchenangaben ungebrochen - vor allem im Norden. Doch von finnischen Verhältnissen ist man auch in Schleswig-Holstein noch weit entfernt.

Die Jagd ist in Schleswig-Holstein so populär wie in keinem anderen Bundesland. 8,1 Jäger kommen im Norden auf jeweils 1000 Einwohner, wie der Deutsche Jagdverband (DJV) aus Anlass der am Dienstag startenden Fachmesse Jagd und Hund mitteilte. Die Durchschnittsquote in Deutschland beträgt 4,7. Der europäische Spitzenreiter Finnland verzeichnet 58 Jäger je 1000 Einwohner.

Im vergangenen Jahr lösten in Deutschland laut Jagdverband 388 529 Menschen einen Jagdschein und damit 4100 mehr als im Vorjahr. Mehr als 18 900 Frauen und Männer traten 2019 zur staatlichen Jägerprüfung an; 19 Prozent fielen im ersten Anlauf durch. Die meisten Prüflinge gab es in Niedersachsen mit 4163. Schleswig-Holstein hatte mit 600 weniger als Hamburg (775).