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Zwei Flaschen legen den Hamburger Flughafen lahm

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Wegen der Sperrung bildeten sich am Montagabend lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle am Hamburg Airport.

Wegen der Sperrung bildeten sich am Montagabend lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle am Hamburg Airport.

Foto: HA

Eine Panne an der Sicherheitsschleuse hat Montagabend am Airport für Verzögerungen im Flugverkehr gesorgt. Das ist passiert.

Hamburg. Zwei Getränkeflaschen im Handgepäck von zwei Reisenden haben am Montagabend für zahlreiche Flugverspätungen am Hamburg Airport gesorgt. Laut Bundespolizei passierten zwei Passagiere wie gewohnt die Sicherheitsschleuse und nahmen am Ende ihr Gepäck wieder im Empfang. Dies hätte aber so nicht passieren dürfen.

"Das Handgepäck der beiden Fluggäste hätte an der Schleuse um 18.02 Uhr noch einmal händisch kontrolliert werden sollen, wurde ihnen aber voreilig wieder übergeben", sagte Bundespolizei-Sprecher Marcus Henschel dem Abendblatt. "Das Sicherheitspersonal konnte ihnen nicht mehr hinterherlaufen, weil die Passagiere schon außer Sicht waren." Deswegen wurde die Bundespolizei alarmiert.

Startverbot für Flüge am Hamburg Airport

Die Beamten identifizierten die Personen mittels Videoüberwachung und machten sich auf die Suche nach ihnen. Allen Maschinen, deren Boarding bis dahin noch nicht abgeschlossen war, wurde ein Startverbot erteilt, da sich die beiden Fluggäste darin hätten aufhalten können.

Als die Sicherheitskräfte, Bundespolizei und Polizei Hamburg die gesuchten Personen schließlich nichtsahnend an einem Gate sitzend fanden, wurden diese und ihr Gepäck erneut kontrolliert. Die verdächtigen Gegenstände – zwei Flaschen mit Flüssigkeiten – befanden sich noch in ihren Rucksäcken.

Erst gegen 19.25 Uhr wurden die Sicherheitsschleusen wieder freigegeben und der Flugverkehr kam wieder ins Rollen. Zahlreiche Flüge sind durch den Einsatz verspätet gestartet. Ausfälle soll es nicht gegeben haben.

Mitarbeiterin drückt falschen Knopf

Grund für die Panne an der Sicherheitskontrolle war ein menschlicher Fehler. Laut Henschel habe ein Mitarbeiter in der Kontrollspur den falschen Knopf gedrückt, sodass die Rucksäcke auf das Laufband zu den Passagieren gelenkt wurden. Der Mitarbeiter wunderte sich anschließend, warum das verdächtige Handgepäck nicht von dem Kollegen händisch kontrolliert wurde und schlug dann Alarm.

Da laut Bundespolizei die Luftsicherheit nicht gefährdet gewesen sei, habe der Vorgang keine weiteren Folgen.

( ras/wal/lak )

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