Rathausmarkt

Fridays for Future Hamburg: Jetzt streiken auch Berufstätige

Fridays for Future als Vorbild: Vera Sandel (M.) hat  "Jobbstrejk för Klimatet" auf dem Rathausmarkt angemeldet. Unterstützt wird sie von Gregor Hartz (r.) und Kim Möller.

Fridays for Future als Vorbild: Vera Sandel (M.) hat "Jobbstrejk för Klimatet" auf dem Rathausmarkt angemeldet. Unterstützt wird sie von Gregor Hartz (r.) und Kim Möller.

Foto: Elisabeth Jessen

Eine Hamburgerin steht mit dem Schild "Jobbstrejk för Klimatet" vor dem Rathaus. Der Arbeitgeber machte dabei nicht mit.

Hamburg. Die Fridays-for-Future-Bewegung hat in Hamburg Verstärkung bekommen. Vera Sandel steht für die Berufstätigen dieser Stadt vor dem Rathaus und hält ein Schild mit der schwedischen Aufschrift „Jobbstrejk för Klimatet“ hoch (auf Deutsch: "Jobstreik für das Klima").

Sie will Berufstätige animieren, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Die 35-Jährige war seit dem 20. September jeden Freitag bei den Klimastreiks von Fridays for Future, bis ihr Arbeitgeber, ein Naturschutzverband, ihr mit Abmahnung und Kündigung drohte. Sie kündigte und ist nun arbeitslos.

Fridays for Future Hamburg: Auf der Suche nach einer neuen Zielgruppe

Mit ihr stehen Gregor Hartz (51) und Kim Möller (26) auf dem Rathausmarkt. „Ich habe 50 Teilnehmer angemeldet. Wir versuchen, eine neue Zielgruppe zu erreichen“, sagt Vera Sandel.

Sie habe die Aktion nur an einen kleinen Verteiler weitergeleitet und noch nicht groß im Internet angekündigt. „Ich möchte Menschen im besten erwerbsfähigen Alter versammeln, die mal keinen Erwerb tätigen“, sagt die Streikorganisatorin.

Hochbahn-Mitarbeiter für Viertage-Woche

Kim Möller nutzt seinen freien Tag für den Klimastreik. Der 26-Jährige arbeitet bei der Hochbahn und propagiert eine Viertage-Woche, „die es jedem ermöglicht, sich am fünften Tag ehrenamtlich zu betätigen.“ Das ermögliche einen Austausch zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen und sozialen Schichten, die beim Ehrenamt aufeinandertreffen.

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Gregor Hartz, der nach eigenen Angaben als Unterhaltungskünstler arbeitet, betont, sie seien alles fleißige Menschen, denen die Arbeit Spaß mache, aber man müsse jetzt ein Zeichen setzen. „Ich habe noch nie vorher gestreikt oder mich politisch betätigt, aber jetzt ist es mir sehr wichtig, hier zu stehen. Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen.

Das Trio hofft noch auf Zulauf und will bis heute Mittag vor dem Rathaus streiken.