Feuer in Eilbek

Dramatische Rettung von Mutter, Vater, Kind, Hund und Katze

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Insgesamt zwölf Bewohner und zwei Tiere bei Brand in Mehrfamilienhaus gerettet. Feuerwehr: "Eigentlich keine lebensfähige Atmosphäre."

Hamburg. Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Eilbek sind in der Nacht zum Freitag mehrere Menschen und Tiere vor dem Erstickungstod gerettet worden.

Das Feuer an der Straße Roßberg war um 0.48 Uhr über mehrere Notrufe gemeldet worden, die Feuerwehr rückte mit zwei Löschzügen und insgesamt 48 Einsatzkräften an.

Vater, Mutter und Kind gerettet

Der Brandherd befand sich in einer Wohnung im ersten Stock, aus der durch die gekippten Fenster ein starker Feuerschein sowie schwarzer Brandrauch ins Freie drang. Überall piepten Rauchmelder.

Aus der Wohnung direkt darüber konnte eine dreiköpfige Familie (Vater, Mutter und Sohn) aus unmittelbarer Lebensgefahr gerettet werden. Mit einem nicht brennbaren, schweren Tuch deckte die Feuerwehr ihnen den Fluchtweg durchs Treppenhaus ab. Das Tuch wurde als mobiler Rauchverschluss vor die Eingangstür der bereits lichterloh brennenden Wohnung im ersten Stock gehängt, so dass kein Rauch mehr ins Treppenhaus gelangen konnte. Das hielt das Treppenhaus – Fluchtweg für die Bewohner und Angriffsweg für die Einsatzkräfte – frei.

Hund und Katze müssen beatmet werden

Besonders dramatisch verlief der Einsatz in der mit tödlichem Rauch gefüllten Brandwohnung: Dort konnten Feuerwehrleute bei Temperaturen von weit mehr als 1000 Grad Celsius einen kleinen Yorkshire-Terrier und eine Katze retten. Die Flammen wurden von innen und über ein Teleskopmastfahrzeug von außen bekämpft.

"Eigentlich gab es da gar keine lebensfähige Atmosphäre", sagte Feuerwehr-Sprecher Jan Ole Unger dem Abendblatt über die dramatische Rettung der Tiere.

Alle zwölf Bewohner bleiben unverletzt

Da der Hund und die Katze vermutlich Brandrauch inhaliert hatten, wurden sie anschließend in einem Rettungswagen mit Sauerstoff versorgt. Insgesamt wurden zwölf Bewohner versorgt, letztlich blieben allesamt unverletzt.

Nach drei Stunden konnte der Brand gelöscht und einiger Schutt aus der Wohnung entfernt werden. Mit Wärmebildkameras wurde die Brandwohnung nach versteckten Glutnestern durchsucht, die nicht betroffenen Wohnungen kontrolliert und wieder frei gegeben für die Bewohner. Weshalb das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Die Ursache muss nun von der Polizei ermittelt werden.