Hamburg

Mann sorgt für Sperrung der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck

Eine Regionalbahn in Schleswig-Holstein (Symbolbild).

Eine Regionalbahn in Schleswig-Holstein (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Ohde

Ein 20-Jähriger hatte sich über eine offene Tür Zutritt zu den Gleisen verschafft. Er muss jetzt mit einer Strafanzeige rechnen.

Hamburg. Wegen eines Mannes, der sich im Bereich des Gleisbettes aufhielt, musste die Bahnstrecke zwischen Wandsbek und Rahlstedt am heutigen Dienstag, 7. Januar, für etwa eine halbe Stunde gesperrt werden. Laut Thomas Hippler, Pressesprecher der Bundespolizei für den Bereich Hamburg, entdeckte ein aufmerksamer Bürger gegen 16 Uhr eine Person in der Nähe des Gleisbetts an der Strecke auf Höhe des Klüverstiegs. Er wählte den Notruf und informierte die Polizei über seine Beobachtung. Die für das Bahngebiet zuständige Bundespolizei ordnete daraufhin die sofortige Streckensperrung an. Dadurch mussten zwei Triebfahrzeugführer eine Vollbremsung einleiten.

Strecke wurde gegen 16.30 Uhr wieder freigegeben

Beamte der Landes- und Bundespolizei rückten aus. Als Erste waren die Landespolizisten vor Ort, wo sie einen 20 Jahre alten Deutschen antrafen, auf den die Beschreibung passte. Offensichtlich hatte sich der Mann über eine offene Tür Zutritt zum Gleisbereich verschafft. Bei Eintreffen der Bundespolizei übernahm diese den Fall. Thomas Hippler: „Nach Feststellung der Identität wurde der Mann wieder entlassen.“ Auf Anfrage des Abendblatts teilte Bahn-Pressesprecherin Sabine Brunkhorst mit, dass die Strecke gegen 16.30 Uhr wieder freigegeben wurde. Sie konnte keine Angaben dazu machen, was den Mann dazu verleitet hatte, das Gleisbett zu betreten.

Über die Folgen des Handelns für den Mann sagt der Polizeipressesprecher: „Das ist eine Straftat. Er bekommt eine Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.“ Von den notwendig gewordenen sogenannte Schnellbremsungen der Züge gehe eine Gefahr aus, da sich Fahrgäste dadurch verletzen könnten.