Kundgebung

Fridays for Future ruft zu Protest gegen Feuerwerk auf

20. September 2019: Rund 100.000 Menschen sind in Hamburg für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.

20. September 2019: Rund 100.000 Menschen sind in Hamburg für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Foto: MARCELO HERNANDEZ

Auch am letzten Freitag 2019 gehen in Hamburg Klimaschützer auf die Straße. Ihre Botschaft: Sprengt euch nicht die Zukunft weg!

Hamburg. Am letzten Freitag dieses Jahres setzt die Protestbewegung Fridays for Future einen besonderen Schwerpunkt. Unter dem Motto "Sprengt euch nicht die Zukunft weg!" wollen die Klimaaktivisten auf die Folgen von Feuerwerk für Natur und Umwelt aufmerksam machen. An den Landungsbrücken wollen die Organisatoren von 11 Uhr an mit den Teilnehmern singen, zudem ist eine Kreidemalaktion gegen Raketen und Böller geplant.

Während der Kundgebung wollen die Aktivisten auch auf das erste Jahr von Fridays for Future zurückblicken und einen Ausblick auf Aktionen im Jahr 2020 geben. In Hamburg demonstrieren insbesondere Schüler seit dem 14. Dezember 2018 freitags für den Klimaschutz. 2019 gab es fünf Großdemonstrationen, an denen sich nicht nur junge Menschen beteiligt haben. So kamen am 20. September laut den Organisatoren rund 100.000 Menschen zur Fridays-for-Future-Demonstration in die Hamburger Innenstadt. Weltweit sollen an diesem Freitag 7,6 Millionen Menschen auf die Straße gegangen sein.

Aktivisten nehmen Bürgerschaftswahl ins Visier

"Wir befinden uns aktuell am Scheidepunkt in der Klimapolitik und müssen uns alle fragen: Rasen wir weiter auf den Abgrund zu, oder ziehen wir endlich die Notbremse? 2019 haben die Bundesregierung und auch der Hamburger Senat versagt", sagt Annika Rittmann, Sprecherin von Fridays for Future Hamburg, und fügt hinzu: "2020 können wir in Hamburg bei der Bürgerschaftswahl entscheiden, welchen Weg wir gehen werden."

Initiiert wurde der Protest von der 16 Jahre alten Schülerin Greta Thunberg aus Schweden. Binnen eines Jahres ist daraus die bislang größte Klimabewegung geworden. Vor wenigen Wochen kürte das US-Magazin "Time" Greta zur Persönlichkeit des Jahres 2019.

Das sind die Fakten zu Fridays for Future:

  • Fridays for Future (Kurzform FFF) ist eine globale Bewegung, die von Schülern und Studenten initiiert wird, die sich für einen schnelleren und effizienteren Klimaschutz einsetzen.
  • Die Gründerin der Bewegung ist Greta Thunberg. Sie rief Fridays for Future im August 2018 ins Leben.
  • Jeden Freitag bestreiken Schüler auf der ganzen Welt den Schulunterricht und gehen für ein besseres Klima auf die Straße.
  • In Hamburg ist Annika Rittmann das Gesicht von Fridays for Future.