Hamburger Großprojekt

Die Spannung steigt: Wie wird die neue AK Altona aussehen?

Stadtteilprägend: Der 70er-Jahre-Bau, in dem aktuell noch die Asklepios-Klinik Altona untergebracht ist.

Stadtteilprägend: Der 70er-Jahre-Bau, in dem aktuell noch die Asklepios-Klinik Altona untergebracht ist.

Foto: Picture Alliance

Stadt und Asklepios stellen die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs zum Neubau der Klinik vor. Bis 2026 soll das Gebäude stehen.

Hamburg. Die Stadt Hamburg und der Krankenhauskonzern Asklepios wollen die Klinik Altona (AK Altona) durch einen Neubau ersetzen. Vertreter von Senat, Bezirksamt und Klinikbetreiber wollen die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs am Freitag vorstellen. Im Rennen waren acht Bewerber, wie Asklepios mitteilte.

Das bestehende markante Hochhaus wurde 1971 im Stadtteil Othmarschen eröffnet. Es verfügt über 630 Betten. Trotz ständiger Investitionen seien die baulichen Einschränkungen so erheblich, dass allein eine Neubaulösung wirtschaftlich und zukunftsfähig sei, hatte der Senat nach der Entscheidung im April 2018 erklärt.

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Er verwies auf Brandschutzauflagen, den mangelhaften Wärme- und Sonnenschutz der Fassade sowie auf Probleme mit der Logistik und den Aufzügen.

Neue AK Altona soll bis 2026 stehen

Die Kosten für den Neubau bezifferte der Senat zuletzt auf 425 Millionen Euro. Nach Angaben von Asklepios ist geplant, das neue Krankenhaus bis 2026 zu errichten.

Das bestehende Gebäude darf nicht abgerissen werden, es steht seit 2013 unter Denkmalschutz. Wie es weiter genutzt werden soll, ist noch unklar.

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Klinik-Park soll beibehalten werden

Die neue Klinik soll auf dem bisherigen Gelände an der Kreuzung Behringstraße/Paul-Ehrlich-Straße entstehen, wobei die Planer zuletzt zwei Varianten vorschlugen. Der Baukörper würde näher an Autobahn und Behringstraße rücken, die Paul-Ehrlich-Straße verschwenkt.

Der bisherige Park soll nach Fertigstellung des Krankenhausquartiers beibehalten und von allen Seiten zugänglich gemacht werden. Dafür müssten wenige erhaltungswürdige Bäume gefällt werden. Die Fläche der Autobahnmeisterei war vorerst nicht Teil der Planungen.

Auch Schulen rund um AK-Gelände geplant

Mit 30 Hektar ist das Gebiet rund um das Krankenhaus eines der großen Entwicklungsgebiete Hamburgs. Im direkten Umfeld sind auch zwei Schulen geplant – eine Grundschule bis zum Schuljahr 2024/25 und später dann ein Gymnasium.

Bei einer Informationsveranstaltung im März hatten vor allem Kleingärtner Kritik an den Plänen Stadtentwicklungsbehörde geäußert. Manche von ihnen beklagten angesichts der geplanten Schulen und dadurch wegfallende Parzellen einen "Vertragsbruch".