Hamburg

„Haus der Erde“ wird erst ab 2021 an die Uni übergeben

Der Universitätsneubau der Uni Hamburg am Schlump am Montag (22.07.2019) Foto: Roland Magunia/Funke Foto Services Haus der Erde Neubau

Der Universitätsneubau der Uni Hamburg am Schlump am Montag (22.07.2019) Foto: Roland Magunia/Funke Foto Services Haus der Erde Neubau

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia/Funke Foto Services

Fertigstellung des 177 Millionen Euro teuren Uni-Neubaus auf dem Campus Bundesstraße zieht sich weiter in die Länge.

Hamburg. Die Fertigstellung des „Haus der Erde“ zieht sich weiter in die Länge. Eigentlich sollte der voraussichtlich 177 Millionen Euro teure Uni-Neubau auf dem Campus Bundesstraße bereits im Oktober 2019 an die Hochschule übergeben werden. Stattdessen sei die Übergabe für den 18. Dezember 2020 geplant, hatte der Senat im Juni auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Thilo Kleibauer geantwortet. Nun ist klar: Auch eine Übergabe Ende 2020 ist nicht mehr zu erreichen, ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie aus der Senatsantwort auf eine weitere Anfrage des Abgeordneten hervorgeht. Kleibauer: „Offenbar ist der Senat mit der Umsetzung der großen Bauprojekte überfordert.“

Das „Haus der Erde“, das in Rotherbaum als wuchtiges Eckhaus zwischen Bundesstraße und Schlump neben dem Geomatikum entsteht, soll mehr als 21.000 Quadratmeter Nutzfläche für die Klimaforscher und Geowissenschaftler der Universität Hamburg bieten.

Haus der Erde: Zieht verlängerte Bauzeit Mehrkosten nach sich?

Der Grund für die Überschreitung des Übergabetermins sei die Leistungsverweigerung des Auftragnehmers für die Gewerke Sanitär, Lüftung und Kälte, hatte der Senat im Juni erklärt. Der Firma sei im Februar 2019 gekündigt worden. Im März sei das Büro Henning Mann MIG Ingenieure für die Gebäudetechnik beauftragt worden, heißt es in der jüngsten Senatsantwort auf Kleibauers Anfrage. Der Umfang der zu überarbeitenden Planung sei „erheblich“, deshalb sei ein Termin für das Ergebnis der Neuplanung noch nicht absehbar. Die Erstellung eines Zeitplans sei für das erste Quartal 2020 vorgesehen.

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Ob es durch die Bauzeitverlängerung zu Mehrkosten kommt, sei „zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bekannt“, so der Senat.