Deutsche Bahn

Lessingtunnel bleibt noch bis Ende Januar für Autos dicht

Die Baustelle am Hamburger Lessingtunnel im Sommer dieses Jahres. Die Arbeiten ziehen sich länger hin als geplant.

Die Baustelle am Hamburger Lessingtunnel im Sommer dieses Jahres. Die Arbeiten ziehen sich länger hin als geplant.

Foto: picture alliance

Autos sollten eigentlich schon Ende November wieder durch den Tunnel fahren können. Warum es erneut zu Verzögerungen kommt.

Hamburg. Autofahrer in Altona müssen weiter starke Nerven mitbringen. Eigentlich sollte der marode Lessingtunnel nach monatelangen Bauarbeiten Ende November zumindest teilweise wieder für den Autoverkehr freigegeben werden.

Doch stattdessen können nach wie vor lediglich Fußgänger und Radfahrer die Dauerbaustelle passieren. "Wir rechnen jetzt mit einer teilweisen Öffnung des Tunnels für den Autoverkehr Ende Januar", sagte eine Bahnsprecherin dem Abendblatt am Mittwoch. Den Termin für die komplette Fertigstellung im März 2020 will die Bahn aber dennoch einhalten.

Sicherheitsbedenken und neuentdeckte Schäden

Hintergrund der Verzögerung sind Sicherheitsbedenken sowie weitere Reparaturen an dem maroden Bauwerk, deren Notwendigkeit laut Bahn zu Beginn der Arbeiten noch nicht zu erkennen war.

"In der Südröhre des Tunnels beginnen demnächst Sielbauarbeiten", so die Sprecherin. Daher wäre es erforderlich gewesen, Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gemeinsam in der Nordröhre fahren zu lassen." Dies sei aber aus Sicherheitsgründen von der Polizei abgelehnt worden.

Schon im Oktober nicht im Zeitplan

Das zweite Problem: An der Nordwestecke des Tunnels müssen noch Arbeiten an einer Stützwand erledigt werden, um die Standsicherheit zu gewährleisten. "Die Notwendigkeit für diese Arbeiten wurde erst nach Freilegen der Stützwand erkennbar", so die Sprecherin.

Es ist nicht die erste Verzögerung auf der Dauerbaustelle. Schon im Oktober lag die Deutsche Bahn hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Damals machte das Hamburger Wetter den Bauherren einen Strich durch die Rechnung. Zudem hatte die Polizei auch zu diesem Zeitpunkt schon sicherheitstechnische Bedenken für die Öffnung des Tunnels für Fußgänger und Radfahrer.