Hamburg

Rassismus-Vorwurf gegen Hochbahn-Busfahrer der Linie 6

Auf der Metro-Buslinie 6 kam es angeblich zu einem rassistischen Vorfall. (Symbolbild)

Auf der Metro-Buslinie 6 kam es angeblich zu einem rassistischen Vorfall. (Symbolbild)

Foto: Michael Arning

Journalist berichtet von Spruch über "schwarze Fahrgäste". Wie die Hochbahn den Vorwurf des Passagiers behandelt.

Hamburg. Am Donnerstagvormittag berichtete ein angeblicher Fahrgast der Hochbahn auf Twitter von einem rassistischen Vorfall auf der Metro-Buslinie 6. Ein Busfahrer habe ihm gesagt, dass "man als schwarzer Fahrgast in Hamburg froh sein" solle, "wenn einem die Tür geöffnet wird", so Twitter-Nutzer und Journalist Aimen Abdulaziz-Said. Das Social-Media-Team der Hamburger Hochbahn reagierte umgehend und sprach sich gegen rassistisches Verhalten aus.

Die Hochbahn schrieb: "Wir können den Fall hier leider nicht nachvollziehen. Fakt ist: Rassistisches Verhalten würden wir nicht tolerieren." Anschließend verwies sie Abdulaziz-Said an die allgemeine E-Mail-Adresse der Hochbahn. Er solle den Fall dort melden, damit sich die Kollegen des Themas annehmen können. Aimen Abdulaziz Said antwortete: "Schon geschehen. Bin gespannt, was 'würden wir nicht tolerieren' tatsächlich bedeutet."

Hochbahn akzeptiert keinen Rassismus

Auf Nachfrage des Abendblatts konnte die Pressestelle den Eingang der Mail am Freitagvormittag nicht bestätigen – weil diese direkt an den Kundendienst des Unternehmens ginge. Dort würde sie bearbeitet und der entsprechende Mitarbeiter anschließend befragt.

"Wir nehmen solche Anschuldigungen ernst", teilte Hochbahn-Pressesprecher Christoph Kreienbaum mit. Aktuell sei jedoch noch nicht klar, ob der Fall so eingetreten sei oder es sich möglicherweise um ein Mißverständnis handele.

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Sollte es rassistisches Verhalten gegeben haben, würden dem besagten Busfahrer durch eine Führungskraft "die Werte der Hochbahn" vermittelt werden. Rassismus werde bei der Hochbahn nicht akzeptiert, so Kreienbaum. Ob es personelle Konsequenzen geben würde, wollte der Pressesprecher jedoch nicht sagen.