Hamburg

Erneut massive Probleme bei der S-Bahn im Berufsverkehr

Probleme bei der S-Bahn: Wegen einer Signalstörung versammelten sich am Mittwochmorgen viele Fahrgäste am Bahnsteig am Berliner Tor.

Probleme bei der S-Bahn: Wegen einer Signalstörung versammelten sich am Mittwochmorgen viele Fahrgäste am Bahnsteig am Berliner Tor.

Foto: ryb

Ein kaputter Zug und eine Signalstörung hatten "Auswirkungen auf das gesamte S-Bahn-Netz". Scharfe Kritik von der FDP.

Hamburg. Bei der S-Bahn in Hamburg lief es am Mittwochmorgen mal wieder nicht rund. Wegen eines schadhaften Zuges sowie einer Signalstörung kam es im Berufsverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen. "Es gibt Auswirkungen auf das gesamte S-Bahn-Netz", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn um kurz nach 9 Uhr dem Abendblatt.

Für Probleme sorgte zunächst ein Zug, der um kurz nach 8 Uhr zwischen den S-Bahn-Stationen Hamburg-Tiefstack und Rothenburgsort liegen geblieben war. "Nach rund 30 Minuten konnte der Zug abgeschoben werden", so ein Bahn-Sprecher. Auf der Strecke verkehren Züge der Linien S21 und S2.

Eingeschränkter S-Bahn-Verkehr wegen Signalstörung

Kurz darauf kam es zur nächsten Panne: eine Signalstörung auf der Bergedorf-Strecke. "Seit 8.55 Uhr fahren wir zwischen Billwerder-Moorfleet und Berliner Tor im Gegengleis", so der Sprecher der Deutschen Bahn. So könne der normale Takt nicht gehalten werden. "Es kommt zu einem eingeschränkten Betrieb." Entwarnung gab es um 9.20 Uhr: Signalstörung aufgehoben. "Jedoch dauert es immer eine Weile, bis sich der Takt wieder eingerenkt hat."

Laut Fahrgästen vor Ort standen gegen 9 Uhr rund 200 Menschen an der S-Bahn-Station Berliner Tor. Diese waren sehr verärgert, da es zunächst keine Durchsagen gab und niemand wusste, wie es weitergeht. Bis zum Mittag kam es zu Folgeverspätungen.

Scharfe Kritik von der FDP an der S-Bahn

Anlässlich der S-Bahn-Probleme am Mittwoch forderte die FDP-Bürgerschaftsfraktion, dass die S-Bahn besser und transparenter informieren müsse. "Die Informationspolitik der S-Bahn steht der Unzuverlässigkeit ihrer Züge in nichts nach", kritisierte der FDP-Verkehrsexperte Ewald Aukes. Hunderte nicht abgeholter Fahrgäste an den Bahnsteigen müssten sich mit Standardmeldungen über "technische Störungen mit vereinzelten Fahrtausfällen" begnügen – nach Ansicht der FDP ein Unding.

"Zum Fahrgastkomfort gehört, Kunden besser zu informieren, auch über mögliche Alternativen, wie es die Hochbahn bereits vormacht", sagte Aukes und wies darauf hin, dass die S-Bahn über eine moderne Leitstelle verfüge, von der aus das geschehen könne. "Durch Kommunikation und Transparenz kann sie ihr angekratztes Image aufpolieren", so der FDP-Politiker.