TÜV-Report 2020

Autos in Hamburg haben deutlich mehr Mängel als woanders

TÜV-Prüfer untersuchen in Hamburg ein Auto (Archivbild).

TÜV-Prüfer untersuchen in Hamburg ein Auto (Archivbild).

Foto: Maurizio Gambarini / picture alliance / dpa

Die Quote an Beanstandungen liegt weit über der anderer Bundesländer. Bei am besten gewarteten Autos gibt es einen Führungswechsel.

Hamburg. Die Autos in Hamburg weisen deutlich häufiger erhebliche Mängel auf als in anderen Bundesländern. Das geht aus dem TÜV-Report 2020 hervor, der am Freitag erscheint. Demnach liegt die Quote von Beanstandungen in der Hansestadt bei 26,4 Prozent und damit fünf Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt, wie eine regionale Auswertung des TÜV Süd zeigt.

Zum Vergleich: In Sachsen wurden bei Haupt- und Abgasuntersuchungen nur an 17,3 Prozent der Autos erhebliche Mängel moniert. In Bayern wurden 19,9 Prozent, in Baden-Württemberg 21,8 Prozent der Autos an eine Werkstatt überwiesen. Hero Wilters, Geschäftsführer der TÜV-Süd-Tochter TÜV Hanse, äußerte sich in der Pressemitteilung alarmiert: "Wir müssen den Autofahrern weiter klarmachen, dass Wartung nicht nur mehr Sicherheit bedeutet, sondern darüber hinaus bares Geld spart."

TÜV: Mercedes GLC löst Porsche 911 als Auto mit wenigsten Mängeln ab

Immerhin: Mehr als 62 Prozent der in Hamburg vorgeführten Fahrzeuge rollten ohne jeden erkennbaren Mangel wieder aus der Prüfgasse. Bei den am besten gewarteten Fahrzeugtypen gab es in der bundesweiten Statistik einen Führungswechsel: Ganz vorn liegt jetzt der Mercedes GLC, bei dem nur in 2,17 Prozent der Fälle erhebliche Mängel beanstanden wurden. Dicht dahinter folgen Vorjahressieger Porsche 911 und der Mercedes SLC/SLK mit jeweils 2,2 Prozent.

Am reparaturanfälligsten scheint der Dacia Logan zu sein: Er bleibt mit einer Mängelquote von 13,6 Prozent Klassenletzter. Auch der Dacia Duster (11,7) und der Citroën Berlingo (11,2) schnitten schlecht ab.

Der TÜV Hanse nimmt jährlich etwa 100.000 Haupt- und Abgasuntersuchungen sowie Begutachtungen von Fahrzeugen vor.