Immobilien

Karstadt-Eigner kauft Häusergruppe am Rödingsmarkt

Der österreichische Milliardär René Benko

Der österreichische Milliardär René Benko

Foto: Imago

Der Standort zwischen der Hamburger Innenstadt und dem Hafen dürfte auch bei Hotelketten begehrt sein.

Hamburg. Der österreichische Milliardär und Eigner des Kaufhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof, René Benko, ist mit seiner Signa Gruppe weiter auf Einkaufstour in Hamburg. Der jüngste Immobiliendeal: Die Signa Development Selection AG hat den Gebäudekomplex FlüggerHöfe gekauft.

Das Ensemble am Rödingsmarkt und der Steintwiete besteht aus mehreren Gebäuden, die 1888, 1908 und 1937 gebaut wurden und durch einen Innenhof verbunden sind. Einst war dort auch die Haspa Mieter. Die meisten der rund 8600 Quadratmeter Mietfläche werden als Büros genutzt. Es gibt innerhalb des Gebäudekomplexes aber auch ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus und Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss.

Standort auch bei Hotelketten begehrt

„Die FlüggerHöfe lagen viele Jahre im Dornröschenschlaf und bieten die einmalige Chance einer respektvollen Revitalisierung“, sagte Timo Herzberg, Chef der Signa Real Estate Germany. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. Der Standort zwischen der Innenstadt und dem Hafen dürfte auch bei Hotelketten begehrt sein.

Inzwischen gehört die Signa zu einem der größten Immobilieninvestoren in Hamburg. Zum Portfolio gehören die Alsterarkaden am Neuen Wall und das Alsterhaus am Jungfernstieg. Auch die Gänsemarkt Passage in bester Innenstadtlage hatte die Signa erworben. Die Einkaufspassage mit Büros, Gastronomie und Geschäften, die 1979 eingeweiht wurde, soll abgerissen und durch einen Neubau mit moderner Architektur ersetzt werden.

Auch Zuschlag für den Elbtower

Die Signa hatte auch den Zuschlag für den Elbtower erhalten. Der Wolkenkratzer soll ein architektonisches Wahrzeichen für Hamburg werden und auf der östlichen Spitze des Elbbrückenquartiers in der HafenCity entstehen.

Die Fertigstellung des 245 Meter hohen Gebäudes ist für 2025 geplant. Das Hochhaus soll ein Mix aus Büroflächen, Hotel, Gastronomie und „öffentlichkeitsbezogenen Nutzungen“ bieten. Eine Attraktion für Hamburger und Touristen soll die Aussichtsplattform werden.