Neuer Streifenwagen

Die Hamburger Polizei fährt jetzt mit Wasserstoff

Der neue Mercedes GLC F-Cell vor dem Polizeipräsidium.

Der neue Mercedes GLC F-Cell vor dem Polizeipräsidium.

Foto: Andre Zand-Vakili / Andre Zand-Vakili AndrŽ Zand-Vakili

Weltweit erster Streifenwagen mit Brennstoffzelle und Batteriebetrieb in Hamburg im Einsatz. Besonders schnell ist er aber nicht.

Hamburg. Mit diesem Fahrzeug ist die Hamburger Polizei Trendsetter – weltweit. Am Donnerstag wurde der erste mit Brennstoffzelle und Batterie betriebene Streifenwagen in Dienst gestellt. Es ist ein Mercedes GLC F-Cell, ein Hybridfahrzeug, das ohne herkömmlichen Kraftstoff auskommt.

Für Thorsten Krumm, Leiter des Fuhrparks, ist das keine Spielerei: „In sieben Jahren werden wir nur noch solche Fahrzeuge anschaffen“, vermutet er. Bislang ist der Brennstoffzellen-Batterie-Hybrid Mercedes nur eines: teuer. Das Fahrzeug wird im Daimler-Werk Bremen gebaut, dann in eine Spezialwerkstatt gebracht, dort auseinandergenommen, der neue Antrieb eingepasst, um anschließend wieder von Hand zusammengesetzt zu werden.

Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei Tempo 160

Dafür hat das Fahrzeug tatsächlich eine Reichweite von 470 Kilometern und kann in nur drei Minuten mit Wasserstoff vollgetankt werden. Spitze fährt es Tempo 160, bei reinem Wasserdampfausstoß. Es ist damit alltagstauglich.

Die Hamburger Polizei erhält den Wagen zum Sonderpreis, denn für Mercedes ist es eine „Win-win“-Situation: Das neue Polizeifahrzeug wird unter Praxisbedingungen getestet. Nach ein bis drei Jahren geht es zurück ins Werk und wird genau untersucht.

Zu sehen sein wird der Mercedes GLC-F-Cell in der Innenstadt, im Bereich Bahrenfeld und im Bereich Bramfeld. Die dortigen Wachen werden den Wagen abwechselnd im Streifendienst einsetzen.