Zugverkehr

Flixtrain bietet neue Hamburg-Verbindung an

Der Flixtrain soll künftig noch mehr Strecken befahren – auch ab Hamburg.

Der Flixtrain soll künftig noch mehr Strecken befahren – auch ab Hamburg.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Schon im kommenden Frühjahr kann man mit der Bahn-Konkurrenz neue Ziele erreichen. Hamburg-Köln soll schneller werden.

Hamburg/Berlin. Bahnfahrer können sich freuen: Das Reiseunternehmen Flixtrain erweitert sein Angebot im Bahn-Fernverkehr. Sieben neue Ziele sollen zum Fahrplanwechsel ans bestehende Fernzugnetz angebunden werden, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Ab Frühjahr 2020 bietet Flixtrain eine neue Verbindung zwischen Hamburg und Stuttgart an. „Die Strecke wird über Hannover, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Fulda, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg führen“, hieß es. Bis zum Sommer sollen demnach drei Abfahrten pro Tag und Richtung angeboten werden.

Flixtrain erweitert auch andere Strecken

Auf der Strecke Berlin-Stuttgart kommen die Stopps Halle (Saale), Erfurt, Eisenach und Gotha hinzu. Die bisherige Verbindung zwischen Berlin und Köln wird ebenfalls erweitert – im Osten um die Halte Lutherstadt Wittenberg, im Westen fährt der Zug fortan bis Aachen.

Flixtrain ist die Zugmarke des Unternehmens Flixmobility, das den Markt für Fernbusreisen in Deutschland mit seiner Marke Flixbus dominiert.

Flixtrain zwischen Hamburg und Köln wird schneller

Auf der Flixtrain-Strecke zwischen Hamburg und Köln will das Unternehmen schneller unterwegs sein. „Auf der neuen Expressverbindung dauert die Fahrt zwischen beiden Städten nur noch gut dreieinhalb Stunden“, teilte Flixtrain mit. Bislang waren Reisende dort je nach Verbindung laut Fahrplan-Auskunft mindestens vier Stunden unterwegs.

Während im Regional- und Güterverkehr neben der Deutschen Bahn bereits zahlreiche Wettbewerber unterwegs sind, ist der Fernverkehr bislang weiter fest in der Hand des Staatskonzerns. Flixtrain ist dort bislang der einzige Konkurrent.

Deutsche Bahn hat fast keine Konkurrenz im Fernverkehr

Anfang September hatte allerdings das Unternehmen Rheinjet aus Meerbusch bei Düsseldorf angekündigt, ab Anfang November eine Zugverbindung zwischen Stuttgart, München und Frankfurt anzubieten. Ein Zug solle die drei Städte alle zwei Wochen freitags nacheinander anfahren.

Weder der neue Wettbewerber noch der nun angekündigte Angebotsausbau von Flixtrain dürften am hohen Marktanteil der Deutschen Bahn im Fernverkehr allerdings viel ändern: Dieser lag jüngst laut Monopolkommission bei 99 Prozent.