Hamburg

Druckerei in Hohenfelde durch Feuer zerstört: ein Verletzter

Der Brand hüllte Teile der Stadt in Rauch. Die Feuerwehr konnte das Feuer erst nach stundenlangem Einsatz löschen.

Hamburg. Bewohner von sieben Hamburger Stadtteilen haben eine unruhige Nacht: Eine brennende Druckerei in Hohenfelde hat für einen Großeinsatz der Hamburger Feuerwehr gesorgt. Bei der ersten Alarmierung gegen 22.30 Uhr am Montagabend schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Gebäude an der Hohenfelder Allee. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht, insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte vor Ort. Parallel wurden die Anwohner in den umliegenden Stadtteilen durch die Warnsysteme Katwarn und Nina vor der Rauchentwicklung gewarnt.

Die Löscharbeiten dauerten bis 6.20 Uhr am frühen Dienstagmorgen. Auch danach war die Feuerwehr noch vor Ort, um einzelne Glutnester abzulöschen. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen, da die Brandermittler das Gebäude nicht betreten konnten.

Druckerei in Hohenfelde brennt – Löscharbeiten schwierig

Weil in der Druckerei hochbrennbare Lösungsmittel, Papier und Farben lagerten und der Gebäudekomplex zudem verwinkelt sei, wurde die Brandbekämpfung schwierig, so Feuerwehr-Sprecher Jan Ole Unger.

Die brennbaren Materialien hätten dem Feuer immer Nahrung gegeben, die Struktur des Gebäudes den Löschangriff kompliziert gemacht. Zudem mussten mehrere Hundert Meter Schläuche verlegt werden, um die Versorgung mit Löschwasser sicherzustellen.

Die Feuerwehr gerufen habe ein Mann in der Druckerei. Dieser habe gesagt, dass ein Papiercontainer im Gebäude brenne. Der Anrufer habe noch versucht, die Flammen selbst zu löschen – und dabei eine Rauchvergiftung erlitten. Er kam in eine Klinik. Als der erste Löschzug eintraf, hätten bereits große Teile des Gebäudes in Flammen gestanden, sagte Unger.

Dach der Druckerei in Hohenfelde stürzte teilweise ein

Wohnhäuser in der Umgebung seien nicht gefährdet gewesen. Ein nahe gelegenes Labor- und Bürogebäude musste die Feuerwehr mit einer sogenannten Riegelstellung aus mehreren Löschrohren vor den Flammen schützen. Menschen befanden sich aber nicht darin.

Die Druckerei wurde durch den Großbrand völlig zerstört, das Dach stürzte teilweise ein, weitere Teile mussten von der Feuerwehr mit Spezialgerät geöffnet werden, um an den Brandherd zu gelangen, wie Jan Ole Unger erklärte. Die Brandursache wird nun von der Polizei ermittelt.

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