Kamerun

Piraten überfallen Hamburger Schiff und entführen Seeleute

Die "MarMalaita" wurde 2002 vom Stapel gelassen. Der multifunktionale Frachter ist 142 Meter lang und 18 Meter breit.

Die "MarMalaita" wurde 2002 vom Stapel gelassen. Der multifunktionale Frachter ist 142 Meter lang und 18 Meter breit.

Foto: MC-Schiffahrt

Es passierte in der Nacht: Acht der zwölf Besatzungsmitglieder der "MarMalaita" wurden von den Seeräubern mitgenommen.

Hamburg/Duala. Piraten haben vor der Küste Kameruns ein Frachtschiff einer Hamburger Reederei überfallen und mehrere Seeleute entführt. Wie das Unternehmen MC-Schiffahrt auf seiner Homepage schreibt, kamen die Piraten in der Nacht zum Donnerstag an Bord der „MarMalaita“, die in der Millionenstadt Duala vor Anker lag. Sie hätten acht der zwölf Besatzungsmitglieder mitgenommen. Man kooperiere in dem Fall mit allen relevanten Behörden, hieß es weiter.

Drei der Entführten sind Russen, wie das Außenministerium in Moskau mitteilte. Ob Deutsche unter den Opfern sind, war zunächst unklar. Piratenüberfälle und Entführungen gibt es öfter vor der Küste Westafrikas, meist mit Lösegeldforderungen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts besteht in vielen Regionen des Landes ein hohes Entführungsrisiko.

MC-Schiffahrt sitzt in Bahrenfeld und wurde nach eigenen Angaben 1986 gegründet. 33 Mitarbeiter seien in Hamburg beschäftigt, rund 400 Mann fahren demnach zur See.