Medizinische Versorgung

Hamburgs Gesundheitssenatorin ruft zu mehr Blutspenden auf

Wegen der Ferienzeit und den hohen Temperaturen gab es weniger Blutspender. Cornelia Prüfer-Storcks geht mit gutem Beispiel voran.

Hamburg. Durch die hohe Spendenbereitschaft der Hamburger kann die Hansestadt einen großen Anteil ihres Bedarfs an Blut selbst decken. Doch jetzt sind die Blutspenden durch die Ferienzeit und die Rekordtemperaturen im Juni rückläufig. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia-Prüfer-Storcks appelliert an die Bevölkerung, sich dieser Aufgabe zu stellen – und geht selbst mit gutem Beispiel voran: Heute war sie als Blutspenderin im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE)

„Die Sicherstellung der Blutversorgung ist eine Daueraufgabe, der wir uns stellen müssen. Jeder von uns kann plötzlich in die Situation kommen, auf eine lebensrettende Bluttransfusion angewiesen zu sein“, sagte die Senatorin. „Deshalb appelliere ich an die soziale Verantwortung aller potenziellen Spenderinnen und Spender: Wer Blut spendet, schenkt anderen Menschen Leben.“ Wie notwendig das Blutspenden ist, erklärte Dr. Jens Hiller, Stellv. Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin des UKE: „Nach wie vor lässt sich Blut nicht künstlich herstellen. Doch zahlreiche Patientinnen und Patienten sind aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls auf Blutkonserven angewiesen. Tag für Tag werden mehr als 150 Blutspender gebraucht, um kranke Kinder und Erwachsene im UKE zu versorgen. Jede Blutspende hilft diesen Menschen ein entscheidendes Stück weiter“, sagte Dr. Jens Hiller, Stellv. Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin des UKE.

Spenden dürfen gesunde Menschen ab 18 Jahren

Pro Jahr werden in Deutschland werden nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland etwa 14.000 Blutspenden pro Tag benötigt. Aber bundesweit ist die Bereitsschaft zum Blutspenden in den vergangenen Jahren gesunken. Das liegt auch daran, dass die Bevölkerung immer älter wird und viele Blutspender die Altersgrenze erreichen. Sie liegt nach den Richtlinien der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Instituts in der Regel bei 68 Jahren, für Erstspender bei 60 Jahren. Ausnahmen sind aber nach Zustimmung des Arztes möglich. Des weiteren besagen die Richtlinien, dass gesunde Menschen ab dem 18. Lebensjahr Blut spenden dürfen.

Hamburger können an verschiedenen Orten in der Stadt Blut spenden. Zu den größten Blutspendediensten gehören der Blutspendedienst des UKE und sowie der Blutspendedienst Hamburg als Zentralinstitut für Transfusionsmedizin, die beide jeweils an mehreren Orten vertreten sind.