Wetter im Norden

35 Grad! Neue Hitzewelle rollt auf Hamburg zu

Ein Junge springt ins Becken im Kaifu-Freibad in Eimsbüttel. Kommende Woche dürfte es hier voll werden!

Ein Junge springt ins Becken im Kaifu-Freibad in Eimsbüttel. Kommende Woche dürfte es hier voll werden!

Foto: picture alliance

Tropische Temperaturen und Sommerwetter wie aus dem Bilderbuch. Kliniken rechnen mit mehr Notfallpatienten. Hitze-Tipps.

Hamburg. Viel Sonne und tropische Temperaturen: In der kommenden Woche dreht der Sommer 2019 in Hamburg erneut richtig auf. "Wir erwarten Temperaturen von bis zu 35 Grad", sagt Dominik Jung, Meteorologe von wetter.net. Während die Temperaturen an diesem Freitag auf "nur" 21 Grad steigen, wird es bereits am Wochenende peu à peu wärmer. Sonntag werden 27 Grad und viel Sonne erwartet.

Nächte in Hamburg werden tropisch

Die große Hitze startet dann am Montag mit 28 Grad; Dienstag werden 32 Grad erwartet, Mittwoch 31 Grad, Donnerstag 30 und Freitag 32 Grad. Der Sonnabend wird mit 35 Grad der heißestes Tag der Woche. Dazu gibt es die ganze Woche viel Sonne. "Auch die Nächte werden tropisch", sagt Dominik Jung. "Das heißt, dass die Temperaturen auch nachts mehr als 20 Grad betragen."

Doch laut Jung werde es nicht nur sonnig, sondern bisweilen auch ziemlich schwül werden. "Die hohe Luftfeuchtigkeit wird dem einen oder anderen sicher zu schaffen machen."

Kliniken rechnen mit mehr Notfallpatienten

Das befürchten auch die Asklepios Kliniken, die kommende Woche mit mehr Notfallpatienten wegen hitzebedingter Beschwerden rechnen. Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein seien dann die typischen Symptome der Patienten, teilten die Asklepios Kliniken am Freitag mit. Ursache für die Beschwerden ist häufig Flüssigkeitsmangel – vor allem ältere Menschen reagieren empfindlich auf Flüssigkeitsverlust.

"Besonders gefährlich sind der Flüssigkeitsmangel und die direkte Hitzeeinwirkung", sagt Dr. Jan-Christoph Lewejohann, Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik Wandsbek. Das körpereigene Kühlungssystem stoße dann schnell an seine Grenzen und es könne zu einer Dehydrierung kommen. "Man darf nicht vergessen, dass unser Körper zu 60 Prozent und unser Gehirn zu 80 Prozent aus Wasser bestehen. Deshalb macht sich ein Flüssigkeitsmangel als Erstes im Kopf bemerkbar."

Das sind die Hitze-Tipps der Experten:

  • 1. Tragen Sie luftige Kleidung und eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind.
  • 2. Halten Sie sich möglichst in kühlen Räumen auf.
  • 3. Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung.
  • 4. Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus (z. B. bei der Arbeit im Garten).
  • 5. Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie Siesta.
  • 6. Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
  • 7. Trinken Sie mehr als sonst, "immer über den Durst", aber keinen Alkohol und nicht zu kühle Getränke.
  • 8. Trinken Sie nicht zu viel auf einmal, denn pro Stunde können Sie nur 500 bis 800 Milliliter Flüssigkeit aufnehmen und sinnvoll verwerten. Am besten trinken Sie über den Tag verteilt jede Stunde ein Glas Wasser, auch wenn Sie noch keinen Durst haben.
  • 9. Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium, Magnesium und Calcium. Deshalb ist es ratsam, dementsprechend angereicherte Mineralwässer zu trinken. Herz- und nierenkranke Menschen sollten allerdings aufpassen und ihren Arzt befragen, welche Wassersorten und -mengen für sie geeignet sind.
  • 10. Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto zurück.