Hamburg. 60 Prozent der Bestandteile können wiederverwertet werden, die sonst unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen werden.

Deutsche Smartphone-Nutzer kaufen sich im Schnitt jedes Jahr ein neues Gerät. Das alte Handy wird meistens nicht fachgerecht entsorgt oder landet in der Schublade. Von Letzteren gibt es in Deutschland schätzungsweise mehr als 120 Millionen Stück. Die Studenten des Masterstudiengangs „Digital-Transformation & Sustainability“ an der Hamburg School of Business Administration (HSBA), sammeln im Rahmen des Forschungsprojekts „Das Smartphone als Rohstoff“, von Donnerstag bis Sonnabend Altgeräte.

Was passiert dann mit den gespendeten Apparaten? Die Telefone werden an die Non-Profit-Organisation Han­dysammelcenter übergeben. „Circa 85 Prozent der gesammelten Handys werden durch das Handysammelcenter in Europa fach- und umweltgerecht recycelt, sodass sich etwa 60 Prozent der eingesetzten Materialien wiederverwenden lassen. Die anderen 15 Prozent eignen sich zur Wiederaufbereitung und Verwendung“, sagt die für das Projekt verantwortliche Professorin Susanne Hensel-Börner.