Immobilien

Debatte um Enteignungen wird auch in Hamburg geführt

Wohnungen in Eimsbüttel.

Wohnungen in Eimsbüttel.

Foto: Klaus Bodig / Klaus Bodig / HA

Würden Enteignungen die Knappheit am Wohnungsmarkt lindern? Experten sind in Hamburg ganz unterschiedlicher Meinung.

Hamburg.  Die Debatte um mögliche Enteignungen im Kampf gegen die Wohnungsnot führt auch in Hamburg zu Kontroversen. Während die SPD Verständnis für einen in Berlin laufenden Volksentscheid zeigte, warnten CDU und FDP am Montag vor „Enteignungsplanspielen“. Die Linksfraktion sieht in Enteignungen hingegen ein Mittel gegen den „Mietenwahnsinn“.

„Die derzeitigen sozialistischen Enteignungsplanspiele sind Gift für den Wohnungsmarkt“, warnte der Stadtentwicklungsexperte der CDU-Fraktion, Jörg Hamann. Dirk Kienscherf, Stadtentwicklungsexperte und Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, hatte bei Twitter Verständnis für das Berliner Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungskonzerne geäußert. „In Hamburg haben wir aber mit der Saga und Genossenschaften zum Glück eine ganz andere Situation und müssen diese drastischen Mittel nicht in Erwägung ziehen.“

Nach Ansicht des Verbands der norddeutschen Wohnungsunternehmen (VNW), Andreas Breitner, bereiten Begriffe wie Mietpreisbremse, Mietendeckel und Enteignung „den sprachlichen Boden für gesellschaftlichen Unfrieden“.