Fischerei

Angler dürfen in Hamburg nur noch zwei Zander pro Tag fangen

Ein Angler mit seinem Fang (Archivbild).

Ein Angler mit seinem Fang (Archivbild).

Foto: Imago/Lars Berg

Senat will Fischbestände in Hamburg schützen. Fische dürfen nur begrenzt gefangen werden. Auch auf die Größe kommt es an.

Hamburg. Strengere Regeln für Angler sollen künftig die Fischbestände in Hamburg schützen. Der rot-grüne Senat verabschiedete am Dienstag einen Entwurf für ein neues Fischereigesetz, das unter anderem eine Höchstfangmenge sowie Längen von Fischen festlegt. So dürfen nach Inkrafttreten des Gesetzes beispielsweise nur noch zwei Zander pro Tag gefangen werden – und nur dann, wenn sie zwischen 45 und 75 Zentimetern lang sind. Kleinere und größere Fische müssen zurück ins Wasser geworfen werden.

Eine Mindestgröße gab es bereits im alten Gesetz, das seit 1986 gilt, die Obergrenze aber ist neu. Außerdem sieht der Gesetzentwurf vor, dass künftig auch Angler aus anderen Bundesländern eine Fischereiabgabe zahlen müssen, wenn sie die freien Gewässer der Hansestadt nutzen wollen. Angepasst werden auch die Schonzeiten, in denen nicht gefischt werden darf. Wann in der Bürgerschaft über den Gesetzentwurf abgestimmt werden soll, ist noch unklar.

CDU: Angelvereine deutlich stärker belastet

Da Rot-Grün dort die Mehrheit der Sitze hat, gilt die Verabschiedung des Gesetzes aber als sicher. In Hamburg gibt es laut Wirtschaftsbehörde rund 120.000 Angler. Hinzu kommen Angeltouristen aus anderen Bundesländern.

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion mahnte, dass die Neuordnung des Fischerei- und Angelrechts nicht zu Lasten der Angelvereine gehen dürfe. „Es gibt bereits deutlich vernehmbaren Widerstand aus der Anglerschaft und den Anglervereinen", sagte Dennis Thering, Vize-Vorsitzender der CDU-Fraktion. "Diese leisten viel für den Erhalt und die Pflege der Hamburger Gewässer und der Umwelt." Es könne nicht sein, dass diese durch die rot-grüne Neuregelung jetzt deutlich stärker belastet werden sollen. "Ziel muss es sein, eine für alle Belange und Beteiligten akzeptable Lösung zu finden", sagte Thering. "So wie Rot-Grün es jetzt plant, geht es nicht.“