A7

Nach Elbtunnel-Vollsperrung: Jetzt wird Lamelle repariert

Stau vor dem Hamburger Elbtunnel auf der A7 (Symbolbild)

Stau vor dem Hamburger Elbtunnel auf der A7 (Symbolbild)

Foto: picture alliance

Grund für die Sperrung war ein Testbetrieb der neuen Schaltzentrale des A7-Elbtunnels. Der Großrechner wurde erstmals erprobt.

Hamburg. Der Verkehr rollt wieder durch den A7-Elbtunnel: In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag war der Elbtunnel voll gesperrt. Am Sonntag um 9 Uhr sollte die Sperrung wieder aufgehoben werden. Das hat auch fast geklappt – mit einer Verspätung von knapp 15 Minuten. Die A7 wurde Richtung Norden zwischen den Anschlussstellen Heimfeld und Bahrenfeld sowie Richtung Süden zwischen Volkspark und Hausbruch abgeriegelt.

Nach der Vollsperrung des Elbtunnels wird nun noch eine schadhafte Lamelle repariert. Die Arbeiten sollen bis Montagfrüh zum Beginn des Berufsverkehrs erledigt sein, kündigte der Baustellenkoordinator Christian Merl am Sonntag an. Eine Fahrspur der A7 Richtung Süden sei gesperrt, zwei offen. Zwei beschädigte Lamellen wurden den Angaben zufolge in der Nacht instandgesetzt.

Hintergrund der Vollsperrung war der nächtliche Testbetrieb der neuen Schaltzentrale des A7-Elbtunnels. Der leistungsfähige Großrechner wurde erstmals erprobt. Laut Verkehrsbehörde diente die Sperrung zudem den Vorbereitungsmaßnahmen für den bis 2025 dauernden Ausbau der A7 auf der Südseite, etwa Rodungen, 30 Bauwerksprüfungen und Wartungsarbeiten.

Sicherheitssystem des Elbtunnels wurde abgeschaltet

Die digitale Infrastruktur des Tunnels und damit die Verkehrssteuerung werden 2019 schrittweise erneuert. Die Vollsperrung der A7 sei während des Testbetriebs alternativlos.

Das sicherheitsrelevante Leitsystem mit Geschwindigkeitsanzeigen und Spurempfehlungen musste heruntergefahren werden. Um die Einschränkungen gering zu halten, sei die Sperrung in die verkehrsarme Nacht dieses Wochenendes gelegt worden, so die Behörde.

Elbtunnel-Leitsystem geht im April in Betrieb

Das neue Leitsystem soll im April 2019 in Betrieb gehen. Es ist auch für die neue Großbaustelle wichtig, die wohl spätestens ab dem Frühjahr für Einschränkungen sorgen dürfte. Sowohl die Rampe am südlichen Tunnelausgang als auch die anschließende „Hochstraße Elbmarsch“ sollen saniert werden.

Um den Verkehr in jede Richtung dreispurig und flüssig führen zu können, wird der Rechner benötigt – und ein neuer Hilfsdamm am Südportal. Langfristig soll das System Staus reduzieren und den Verkehr sicherer machen.

Zahlen und Daten zum Elbtunnel

  • Der Elbtunnel wurde am 10. Januar 1975 eröffnet

  • Das Bauwerk ist 3325 Meter lang, davon liegen 1056 Meter unter der Elbe

  • Die vierte Röhre wurde am 27. Oktober 2002 eröffnet

  • Es gibt acht Fahrspuren – die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 80

  • Pro Tag fahren etwa 115.000 Fahrzeuge durch den Elbtunnel

Insgesamt kommt es in der Geschichte des Bauwerks erst zum vierten Mal vor, dass der A7-Elbtunnel in Hamburg voll gesperrt wird.