Hochbahn

Erste serienreife Elektrobusse summen durch Hamburg

Javier Calleja und Claudia Güsken vor dem neuen Solaris Urbino 12 electric.

Javier Calleja und Claudia Güsken vor dem neuen Solaris Urbino 12 electric.

Foto: Marc-Oliver Schulz / PR

Die Flotte soll bis zum kommenden Jahr auf 30 Fahrzeuge wachsen. Die Stadt liegt damit im Europavergleich weit vorn.

Hamburg.  Die Hochbahn hat am Montag zwei neue serienreifen Elektrobusse in Betrieb genommen, denen bis Ende des Jahres noch 28 weitere folgen sollen. Auch für 2020 ist der Einsatz von insgesamt 30 neuen emissionsfreien Fahrzeugen geplant. Die ersten E-Busse sind bereits seit November 2018 auf den Hamburger Straßen unterwegs.

Von 2020 an wolle die Hochbahn nur noch Elektrobusse neu in Betrieb nehmen, sagte Claudia Güsken, Vorständin für Betrieb und Personal der Hochbahn. Bis 2030 sei geplant, alle rund 1000 Fahrzeuge, die zurzeit im Einsatz sind, durch elektrisch betriebene Busse zu ersetzen.

Durch die Umstellung entstünden für die Anwohner wie für die Fahrgäste große Vorteile: Die neuen Busse Urbino 12 electric vom polnischen Hersteller Solaris seien zuverlässig, sauberer und leiser als bisher. Aufgeladen werden die Fahrzeuge über Nacht in einem eigens dafür gebauten Depot in Alsterdorf, das im Frühjahr eröffnet werden soll. Das Lager biete Platz für insgesamt 240 Busse, deren Reichweite mit einer Batterieladung bis zu 150 Kilometer betrage, so Claudia Güsken.

Jungfernfahrt auf der Linie 109

Solaris-Geschäftsführer Javier Calleja sieht Hamburg und die Hochbahn mit ihrem Mobilitätskonzept sogar als „Trendsetter“ für Europa. Insgesamt zehn Elektrobusse, die 2019 in Betrieb genommen werden, stammen von Solaris. Die Jungfernfahrt des neuen Busses fand auf der Linie 109 vom Hauptbahnhof zur U-Bahn-Haltestelle Alsterdorf statt, nahe dem im Bau befindlichen Depot. Güsken versicherte, die Fahrzeuge seien „perspektivisch flexibel“ in jeder Verbindung und in der ganzen Stadt einsetzbar.