Tarifverhandlungen

Erste Warnstreiks im Hamburger öffentlichen Dienst

Der Beamtenbund dbb hat für den 12. Februar Beschäftigte unter anderem von Polizei, Verwaltung, Finanzämtern und Sozialer Arbeit aufgerufen, ganztätig die Arbeit niederzulegen (Archivbild).

Der Beamtenbund dbb hat für den 12. Februar Beschäftigte unter anderem von Polizei, Verwaltung, Finanzämtern und Sozialer Arbeit aufgerufen, ganztätig die Arbeit niederzulegen (Archivbild).

Foto: picture alliance / Axel Heimken/dpa

Kundgebung an der Alster: Beamtenbund ruft Beschäftigte auf, ihrem Unmut durch einen Sprung ins Wasser Ausdruck verleihen.

Hamburg.  Nach der ergebnislosen zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder wird es auch in Hamburg erste Warnstreiks geben. Der Beamtenbund dbb hat für kommenden Dienstag, 12. Februar, Beschäftigte unter anderem von Polizei, Verwaltung, Finanzämtern und Sozialer Arbeit aufgerufen, ganztätig die Arbeit niederzulegen.

Am Montag darauf ruft Verdi die Mitarbeiter der Hamburger Bezirksämter zum Warnstreik auf. Weitere Arbeitsniederlegungen soll es in den darauf folgenden Tagen an Schulen und Hochschulen sowie im sozialen Bereich geben.

Öffentlicher Dienst geht baden

Für Dienstag hat der Beamtenbund zu einer Kundgebung an der Alster unter dem Motto „Der öffentliche Dienst geht baden“ aufgerufen. Dabei sollen Beschäftigte ihrem Unmut über die „Blockadehaltung“ der Arbeitgeberseite durch einen Sprung ins Wasser Ausdruck verleihen, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte.

Die Gewerkschaften verlangen Einkommenssteigerungen von sechs Prozent – mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt die Forderung als überzogen ab, hatte aber bei den Gesprächen am Mittwoch und Donnerstag in Potsdam kein eigenes Angebot vorgelegt.