Harburg

Tunnel zum Binnenhafen soll sicherer werden

| Lesedauer: 2 Minuten
Der Tunneleingang an der Neuen Straße. Wegen des Kopfsteinpflasters fahren viele Radler auf dem Fußweg.

Der Tunneleingang an der Neuen Straße. Wegen des Kopfsteinpflasters fahren viele Radler auf dem Fußweg.

Foto: Jochen Gipp

SPD will Risikostellen für Radfahrer und Fußgänger auf beiden Seiten der Verbindung entschärfen. Ampelschaltung spielt zentrale Rolle.

Harburg.  Die Harburger Sozialdemokraten möchten den Weg von der Innenstadt in den Binnenhafen für Radfahrer und Fußgänger sicherer gestalten. Die vielen geplanten Wohn- und Wirtschaftsprojekte im Binnenhafen würden den Verkehr hier demnächst erheblich steigern, dabei sei jetzt schon die Unfallgefahr nicht zu unterschätzen. Zu diesem Zweck soll der Tunnel zwischen Neuer Straße und Karnapp umgestaltet und die Ampelschaltung an der Ecke Karnapp/Harburger Schloßstraße geändert werden.

„Die am häufigsten benutzte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Binnenhafen und City ist der Tunnel an der Neuen Straße“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Heimath. „Schon heute fahren Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit von der Neuen Straße kommend in den Tunnel. Es gibt keine Trennung, sondern nur einen gemeinsamen Weg für Fußgänger und Radfahrer, der zudem auch noch unübersichtlich ist. Dies steigert das Risiko für Unfälle zwischen den Nutzern deutlich.“

Zumal die Radfahrer im unteren Bereich der Neuen Straße wegen des Kopfsteinpflasters gerne auf den ohnehin engen und im Sommer auch noch mit Außengastronomie belegten Fußweg ausweichen würden. „Das Pflaster dort wurde zwar auf beiden Seiten in der Breite eines Fahrradstreifens glatt geschliffen, doch das hat nichts geändert,“ so Heimath, „die Radfahrer nehmen immer noch den Fußweg!“

Die SPD fordert deshalb, den Radverkehr über Schlossmühlendamm und Buxtehuder Straße an den Tunnel her­anzuführen. „Dafür müssten auf dieser Strecke die Fahrradwege neu gestaltet werden und es wäre wahrscheinlich eine eigene Zufahrtsrampe für die Radfahrer notwendig. Darüber hinaus müssen die Fahrrad- und Fußgängerbereiche deutlich besser getrennt werden als es im Moment der Fall ist.“

Als weiteren Gefahrenpunkt macht Heimath die Tunnelausfahrt im Binnenhafen aus. Dort nutzen die Radfahrer den Überweg Harburger Schlossstraße/Karnapp, der mit einer Ampel gesichert ist. Viele Autofahrer, die von der Seehafenbrücke kommen und nach links in die Harburger Schlossstraße einbiegen, würden diese Radfahrer aber erst spät oder zum Teil gar nicht bemerken. „Hier muss man prüfen, ob man die Ampelschaltung so ändern kann, dass die Querung sicherer wird.“

Heimath schätzt, dass der Tunnel mittelfristig die Hauptverbindung zwischen den beiden Quartieren bleibt, obwohl er nicht barrierefrei ist. Zwar sei eine barrierefreie Verbindung gewünscht, bis jetzt aber erst in der Phase einer Machbarkeitsstudie.

( xl )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg