Hamburg

Baustellen-Stillstand: Bezirk beschwert sich beim Senat

Auf vielen Straßen in Hamburg wird gebaut. Künftig sollen die Baustellen besser aufeinander abgestimmt werden (Archivbild).

Auf vielen Straßen in Hamburg wird gebaut. Künftig sollen die Baustellen besser aufeinander abgestimmt werden (Archivbild).

Foto: Marcelo Hernandez

Ungewöhnlich: Bezirksversammlung Eimsbüttel kritisiert Verzögerungen. Anlass: ein Abendblatt-Bericht über die Bücherstube Stolterfoht.

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hat sich bei Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) darüber beklagt, dass Einzelhändler immer häufiger durch umfassende Baumaßnahmen in Schwierigkeiten gerieten. Anlass war der Abendblatt-Bericht vom Montag dieser Woche über die existenzbedrohende Probleme der Bücherstube Stolterfoht, dem kleinen Pavillon an der Rothenbaumchaussee.

„Schon seit längerem besteht die allgemeine Befürchtung, dass mit massiven Umbauarbeiten im öffentlichen Raum auch vereinzelte und existenzbedrohende Schwierigkeiten für ansässige Einzelhändler verbunden sein könnten“ , schreibt die Vorsitzender Bezirksversammlung Mechthild Führbaum (SPD) in einem Brief an Rieckhof, der dem Abendblatt vorliegt. „Der Bezirk Eimsbüttel hat diesbezügliche Erfahrungen bereits im Zusammenhang mit dem großen Umbau der Osterstraße gemacht.“ Sie sei von Mitgliedern des Kerngebietsausschusses gebeten worden, sich der Probleme der Bücherstube anzunehmen, schreibt Führbaum.

Bauarbeiten von Stillstand geprägt

Zwar müssten Bürger und Einzelhändler Bauarbeiten „zur Erhaltung und Verschönerung der Stadt“ akzeptieren. „Allerdings sind die Bauarbeiten im vorliegenden Fall seit Wochen von Stillstand geprägt. Daraus ergeben sich hohe wirtschaftliche Belastungen, welche nicht von Nöten gewesen wären“, schreibt Führbaum an ihren SPD-Genossen Staatsrat Rieckhof. „Diese Umstände stoßen in der Bevölkerung hamburgweit auf Verärgerung und werden allgemeinhin von Bürgerinnen und Bürgern als behördliches Fehlverhalten wahrgenommen.“

Zuletzt hatte es auch in der SPD öfter Kritik an der schlechten Koordinierung von Baustellen gegeben. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will die Arbeiten nun besser aufeinander abstimmen lassen.