Abenteuer

Was Überlebenskünstler Nehberg von den Deutschen hält

Rüdiger Nehberg wohnt in Rausdorf (Kreis Stormarn).

Rüdiger Nehberg wohnt in Rausdorf (Kreis Stormarn).

Foto: Marcelo Hernandez

Der Rausdorfer lebte nackt im brasilianischen Urwald. Mit seinen "Lagerfeuergeschichten" tourt er wieder durch Deutschland.

Hamburg/Rausdorf. Rüdiger Nehberg, "Sir Vival" aus Rausdorf bei Hamburg, tourt auch in diesem Jahr durch die Lande. Nicht mehr als Abenteurer, sondern als Vortragsredner. Die "Süddeutsche Zeitung" (Wochenendausgabe) zitiert den 83-Jährigen mit einem kritischen Urteil über die Couch-Potato-Mentalität der Deutschen: "Ich habe auf meinen Reisen gelernt zu leiden, ohne zu jammern. Die Deutschen lernen gerade zu jammern, ohne zu leiden."

Ein Menschenrechtler

Der Abenteurer fuhr einst mit dem Tretboot über den Atlantik, verzehrte lebende Würmer und entdeckte nackt und allein den brasilianischen Urwald. Er hat sich im Schlamm eines afrikanischen Wasserlochs selbst eingegraben, um auf diese Weise ein Wildschein mit bloßen Händen zu fangen. Später wurde der gelernte Konditor zum Menschenrechtler, der sich für die brasilianischen Yanomami-Indianer einsetzt und gemeinsam mit seiner Frau gegen die Genitalverstümmelung von Frauen in der islamischen Welt kämpft.

Sein nächster Vortrag in Hamburg ist für den 20. Oktober geplant. In der Laeiszhalle erzählt er spannende "Lagerfeuergeschichten".