Hamburg-Harburg

Stromschlag im Supermarkt – Anklage fordert Bewährungsstrafe

Blumen und Lichter zum Gedenken an den toten Jonathan beim Prozessbeginn vor dem Amtsgericht Harburg.

Blumen und Lichter zum Gedenken an den toten Jonathan beim Prozessbeginn vor dem Amtsgericht Harburg.

Foto: Jörg Riefenstahl

Tod des vierjährigen Jonathan hätte verhindert werden können. Staatsanwaltschaft will Marktbetreiber zur Verantwortung ziehen.

Hamburg.  Im Prozess um den Tod des vierjährigen Jonathan in einem Supermarkt in Hamburg-Harburg hat die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von einem Jahr für die beiden Angeklagten gefordert. Der Mann und seine Schwester hätten sich der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen schuldig gemacht, sagte der Oberstaatsanwalt am Donnerstag. Ihnen hätte auffallen müssen, wie schlampig die Elektroanlage in dem Laden installiert worden sei.

Der kleine Junge hatte am 31. Mai 2016 beim Berühren eines Geländers an der Kasse einen Stromschlag erlitten und war einen Tag später gestorben. Vor dem Amtsgericht Harburg angeklagt sind die Marktbetreiber.