Langenhorn

Psychisch kranker Mann verletzt Nachbarin schwer

46-Jähriger beschuldigte sein Opfer, "der Satan" zu sein und fügte ihm schwere Kopfverletzungen zu. Er wurde festgenommen.

Hamburg. Eine 53 Jahre alte Frau ist am Jugendparkweg in Langenhorn von einem offenbar psychisch kranken Mann (46) in ihre Wohnung gezerrt und schwer verletzt worden. Er hatte sie vorher beschuldigt, der „Satan“ zu sein. Der Täter wurde von der Polizei überwältigt. Die Frau kam ins Krankenhaus und ist außer Lebensgefahr. Die Tat ereignete sich am Dienstagabend. Im Laubengang vor der Wohnung der Frau waren sie und ihr Nachbar in Streit geraten, der eskalierte. Nachbarn hörten die Hilfeschreie der Frau und alarmierten die Polizei.

Als kurz darauf die Polizei eintraf, hatte der Mann die 53-Jährige bereits in ihre Wohnung gezerrt und dort auf sie eingeschlagen. Dadurch erlitt die Frau schwere Kopfverletzungen. Um sie zu retten, mussten die Polizisten die Tür eintreten. Im Flur trafen sie auf das am Boden liegende Opfer. Auch der Mann war noch in der Wohnung. Er wurde festgenommen.

Die Mordkommission ermittelt

„Die 53-Jährige wurde noch vor Ort von einem Notarzt versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht“, so ein Polizist. Dort konnten Ärzte den Zustand der Frau stabilisieren. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Polizisten durchsuchten auch die Wohnung des Mannes, die vermüllt und mit Alu ausgeschlagen war.

Die Tat ist der erste Fall der Mordkommission in diesem Jahr. Auch 2018 hatte es mehrere Fälle gegeben, bei denen die Täter als psychisch gestört eingeordnet wurden. Der folgenreichste Fall ereignete sich Ende September in Eißendorf. Dort hatte ein psychisch gestörter Mann Mitarbeiter des Bezirksamts Altona, die ihn in die Psychiatrie bringen wollten, mit Benzin überschüttet und angezündet. Einer der Männer starb. Der zweite Behördenmitarbeiter wurde schwer verletzt. Der Täter hatte ebenfalls schwerste Verletzungen erlitten, als er brennend aus dem dritten Stock sprang.