Neujahrsempfang 2019

Wolfgang Kubicki spottet über Olaf Scholz und den HSV

Mehr als 900 Gäste beim Neujahrsempfang des Hamburger Abendblatts: Neue Umfrage, neue Hotels, Neues vom HSV. Alle Videos hier.

Hamburg. Sprechen Sie Hamburgisch? Dann dürfte das Motto des diesjährigen Neujahrsempfangs für Sie ein Klacks gewesen sein. "In Hamburch to Huus" – unter diesem Leitsatz hatte das Hamburger Abendblatt heute zur 31. Auflage des ersten gesellschaftlichen Großereignisses des Jahres ins Hotel Atlantic geladen. Unter den Gästen waren lebende Legenden wie Dagmar Berghoff ("Tagesschau"), künftige Legenden wie Investor Ralf Dümmel ("Die Höhle der Löwen"), Bürgermeister Peter Tschentscher, DFB-Präsident Reinhard Grindel und Box-Weltmeisterin Ina Menzer – um nur einige zu nennen.

Zu ihnen gesellten sich die Größen der Hamburger Wirtschaft wie "Hafen-Löwin" Angela Titzrath und Haspa-Chef Harald Vogelsang, Schauspieler wie Nina Petri und Gustav Peter Wöhler (auch ein fulminanter Musiker) und eine halbe HSV-Mannschaft mit Vorstand Bernd Hoffmann, Sportchef Ralf Becker, Ex-Präsident Jürgen Hunke (vielleicht bald wieder im Amt), der gerade einem Taifun auf Koh Samui (Thailand) entkommen war, und Ex-Profi Marcell Jansen, der auch auf das Präsidentenamt hofft.

Julia Jäkel: Meeting zu Hause

Gruner+Jahr-Chefin Julia Jäkel war direkt vor dem Empfang ins neue Arbeitsjahr gestartet. Allerdings mit einem etwas anderen Meeting. „Ich habe meine Geschäftsführerkollegen Stephan Schäfer und Oliver Radtke zu mir nach Hause auf einen Kaffee eingeladen“, sagte sie sichtlich gut gelaunt. Sie treffe sich oft auch im privaten Rahmen mit ihren Kollegen. „Es ist einfach gut, sich nach zu sein“, so Jäkel. Abseits von den klassischen Konferenzen und Meeting in den Räumen des Verlages. Zudem habe sie gelernt, dass dann alle besser arbeiten würden.

Kanzlerkandidat Scholz? "Das sind Spätwirkungen von Silvester"

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) glaubt an den Aufstieg von Holstein Kiel in die Fußball-Bundesliga. Und der HSV? "Kommt in die Relegation..." Spott muss sein. Die Kieler besiegten den HSV zweimal. Und es geht noch schärfer. Was das liberale Urgestein von den Kanzler-Ambitionen des Finanzministers und früheren Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz (SPD) hält, gibt Kubicki gewohnt knackig zum Besten: "ich habe gedacht, das sind die Spätwirkungen von Silvester, als ich das gehört habe."

Wolfgang Kubicki beim Neujahrsempfang 2019

Kubicki hält die Ansprüche von Scholz auf die Kandidatur und das Amt in der derzeitigen Lage der SPD für "sehr vermessen".

Hyperloop kommt schneller als gedacht

HHLA-Chefin Angela Titzrath kündigte "Historisches" für den Hafen an. Der erste sogenannte Hyperloop, der Container wie in einer Art Rohrpost blitzschnell befördern soll, kann möglicherweise schon in zwei Jahren am Terminal in Altenwerder stehen. Im Januar 2021 könne der Bahnhof dort Realität sein, so Titzrath im Abendblatt-Gespräch.

Angela Titzrath beim Neujahrsempfang 2019

Sie war zu Beginn ihrer Amtszeit als "Azubine" eingestuft worden. Absolut souverän konterte Titzrath: "Das ist ja eine ehrenvolle Auszeichnung. Natürlich lerne ich immer in meinem Job, das wird sich auch nicht ändern." Die Top-Managerin war zuvor unter anderem bei Daimler Benz sowie bei der Deutschen Post auf der Führungsebene tätig.

Jost Deitmar: "Das geht dann doch nicht"

Der ehemalige Chef des Louis c. Jacob, Jost Deitmar, war dem Schneechaos in Bayern noch rechtzeitig entkommen. "Manchmal bin ich ja schlau. Ich hatte den Wetterbericht gesehen und bin deshalb schon am Freitag losgefahren", sagte der Hotelier, der jetzt ein Traditionshotel in Bad Aibling betreibt. Während er in Hamburg ist, lebt er in seinem Haus in Blankenese. "Ich könnte zwar auch bei einem meiner Kollegen hier im Hotel wohnen, aber nein, das geht dann doch nicht", sagte Deitmar lächelnd.

Arbeitet die Kriminaldirektorin zu viel?

Alexandra Klein, vormals Leiterin der Soko Castle und jetzt Chefin der Abteilung gegen Organisierte Kriminalität beim Landeskriminalamt, will 2019 etwas an ihrer Work-Life-Balance arbeiten. Die Kriminaldirektorin, die im vergangenen Jahr gleich mehrmals befördert worden ist, liebt aber die Polizeiarbeit in der Großstadt. "Hier wollte ich immer hin und ich habe es nie bereut", sagt Klein, die aus Grömitz kommt. Und sie wolle auch nie wieder weg aus Hamburg.

Traumziel Lissabon

Filmfest-Chef Albert Wiederspiel und Sänger/Schauspieler Gustav Peter Wöhler waren gerade vom Weihnachts- und Silvesterurlaub in Lissabon zurück. „Wir lieben diese Stadt“, sagte Wöhler. „Albert kann sich sogar vorstellen, nach der Berentung ganz dorthin zu ziehen.“ Von dem beim Neujahrsempfang veröffentlichten Umfrageergebnis zur Bürgerschaftswahl in Hamburg war Wöhler einerseits überrascht („Nur 30 Prozent für die SPD, das ist natürlich eine Katastrophe!“), anderseits aber auch erfreut darüber, dass die AfD nicht über 7 Prozent hinauskommt. Allerdings sei inzwischen fraglich, was Umfragen überhaupt noch aussagen, nachdem die Wahlforscher in der Vergangenheit so oft falsch gelegen hatten.

Jahnke rockt den Stadtpark

Veranstalter Karsten Jahnke hatte Silvester „ganz in Ruhe“ daheim verbracht. Für ihn der Jahreshöhepunkt 2018: Dass es ihm gelungen war, die erstmals erfolgte Ausschreibung für die Stadtpark-Konzerte zu gewinnen. „Nach 42 erfolgreichen Jahren kann es also weitergehen. Ich freue mich auf die neue Saison!“

Karan schickt eine Nachricht

Nicht mitfeiern, das Jahr und Freunde und Geschäftspartner begrüßen konnten zwei Hamburger, die sonst keine Party scheuen: Star-Köchin Cornelia Poletto weilt in Shanghai, wo sie ein Restaurant betreibt und war zuvor schon über Silvester in Singapur. Und Ian Kiru Karan, Ex-Wirtschaftssenator und immer Gast beim Neujahrsempfang, flog schon kurz nach dem Jahreswechsel mit seiner Frau Barbara auf eine Fernreise und kommt erst gegen Ende des Monats zurück. „Ich wäre wirklich gern dabei gewesen“, schrieb er aber per SMS.

Silvester & Neujahr: Was für diese Promis zählt

Begeistert berichtete FDP-Fraktionschef Michael Kruse von seinem Urlaub in Kuala Lumpur. Der Politiker hatte in der Hauptstadt Malaysias nicht nur seinen 35. Geburtstag gefeiert, sondern auch Silvester: „Wir haben das Feuerwerk aus der 15. Etage erlebt, es war wirklich beeindruckend.“ Warm war es übrigens auch, „wir hatten 35 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit.“

Wenn das Abendblatt ruft, dann reist Peter Pusnik extra aus Baden-Baden an. Im Atlantic kennt er sich aus, schließlich war Pusnik acht Jahre lang der Direktor des Grandhotels. Seit drei Jahren leitet er nun das Dorint Hotel Maison Messmer in Baden-Baden: „Ich fühle mich dort sehr wohl und habe auch häufig Hamburger zu Gast.“ Nun freut sich Pusnik auf die anstehende Modernisierung des Fünf-Sterne-Hotels, das direkt gegenüber der berühmten Spielbank liegt.

Sieben Tage lang hat Ulrike von Albedyll zwischen Weihnachten und Silvester gefastet: „Ich bin total entspannt. Ich kann das jedem empfehlen, danach fühlt man sich wie neugeboren.“

Jane Comerford: „Ich habe eine geteilte Seele, denn ich komme aus Australien, aber ich merke, wenn ich in den letzten Jahren sage: „Ich fahre nach Hause!“, dann meine ich inzwischen Hamburg.“

Marek Erhardt: „Ich würde mich in Hamburg noch besser zu Hause fühlen, wenn endlich mal die Baustellen angegangen würden, die es schon lange gibt. Wieso zum Beispiel stimmt die Infrastruktur in der Hafencity noch immer nicht? Da gibt es nicht genug Kinderärzte, das kann doch nicht sein.“

Cornelia Prüfer-Storcks: „Ich fühle mich immer dann besonders zu Hause, wenn ich aus meinem Büro in der 10. Etage auf die Hafensilhouette schauen kann.“

Boris Entrup: „Ich wohne in Billstedt, bin aber die Hälfte des Jahres unterwegs. Jil Sander hat den Stil dieser Stadt geprägt, was für ein Vorbild, und das sehen Sie im Make up der Hamburgerinnen zum Beispiel hier auf dem Empfang noch heute. Sehr dezente Farben, keine Ausrutscher.“

Philipp Westermeyer: „Ich arbeite in der Schanze und lebe in Groß Flottbek. Das OMR-Festival wird dieses Jahr noch größer, 10.000 Besucher mehr, also insgesamt 50.000, damit nehmen wir die Hälfte der Messe ein.“

Steffen Hallaschka: „Du weißt, dass du in Hamburg bist, wenn du im Taxi oder beim Bäcker mit ,Moin!' begrüßt wird. Oder im Stadion beim Singen der Hymne, so ein einmaliges Gefühl gibt es nirgendwo sonst. Diese trockene Art, mit Niederlagen umzugehen, die Freundlichkeit und Gelassenheit der Leute, das schätze ich. Und 2019 werde ich mit meinem Programm „Die letzte Instanz“ ins Schmidt Theater wechseln.“

Anna Depenbusch: „Ich habe jeden Morgen ein Blind Date. Um 9 Uhr setze ich mich an mein Klavier und warte auf gute Ideen. So werde ich es auch in diesem Jahr mit meiner Kreativität halten. Man muss einem Lied die Bereitschaft zeigen, zu einem zu kommen. Es geht darum, geduldig zu sein. Ein schöner Song ist jedes Warten wert.“

Yared Dibaba: „Ich wohne in Altona, das ist für mich die ganze Welt in einem Stadtteil. Und für 2019 nehme ich mir vor, Menschen die Hand zu reichen, die anders denken als ich.“

Leinwandwechsel

Alter Bekannter in neuer Position: Matthias Elwardt, 28 Jahre lang verantwortlich für das Programm des Abaton-Kinos, sitzt jetzt in der Friedensallee und gestaltet hier seit dem 2. Januar das Programm. Sein Ziel: Das Zeise soll wieder eine deutliche wichtigere Position im Reigen der Hamburger Programmkinos einnehmen als zuletzt. Erfolgreiche Formate wie die Poetry-Slam-Nacht oder der Kurzfilm-Slam sollen weitergeführt bzw. sogar ausgebaut werden. „Letzten Freitag hatten wir in der Spätvorstellung um 22.30 Uhr mehr als 350 Besucher, so darf es weitergehen.“

Tjarks im Rennen mit Kienscherf

Ein offizielles Wettrennen zum Abendblatt-Neujahrsempfang war es nicht – trotzdem fühlte sich Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks als Sieger. Er hatte vorher bei der regelmäßigen Montagmorgen-Abstimmung mit SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf im Rathaus zusammengesessen. Von dort aus brachen beide zum Atlantic auf, Kienscherf per Auto und das letzte Stück zu Fuß, Tjarks mit dem Fahrrad. Demonstrativ kam er mit dem Fahrradhelm unter dem Arm ins Hotelfoyer. Erster! „Das war kein Wettrennen, sonst wäre es anders ausgegangen“, sagte Kienscherf.

Hapag-Lloyd bangt um Frachter

Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen hatte in den vergangenen Tagen mehr Arbeit als erwartet. Grund ist der Brand auf dem Containerschiff „Yantian Express“ im Atlantik. Die Besatzung konnte mittlerweile evakuiert werden. „Es ist das Wichtigste, dass kein Mensch verletzt oder getötet wurde“, sagte er. Zudem hoffte er am Montagvormittag, dass endlich ein zweites Löschboot vor Ort ankommt. Denn die Löscharbeiten gestalteten sich bisher sehr kompliziert.

Reinhold Beckmann entgeht schwerem Unfall

Für den TV-Journalisten Reinhold Beckmann begann das neue Jahr mit einem Schock. Der Moderator und Talkmaster war am Sonntag auf Ibiza Rennrad gefahren - und entging nur mit viel Glück einem schweren Unfall: "Ein entgegenkommendes Auto drehte sich 30 Meter vor mir in einer Kurve und überschlug sich zweimal. Wäre ich einen Bruchteil schneller gewesen, hätte es mich erwischt." Gemeinsam mit anderen Radsportlern befreite Beckmann den Fahrer aus seinem demolierten Auto und alarmierte die Polizei: "Zum Glück wirkten seine Verletzungen nicht so gravierend."

Futuristische Self-Service-Terminals ersetzen Fahrkartenautomaten

Henrik Falk, Chef der Hamburger Hochbahn, kündigte auf dem Neujahrsempfang im Gespräch mit Abendblatt-Moderator Jens Meyer-Wellmann neue Fahrscheinautomaten für Hamburg an. Schon in Kürze werde es sehr, sehr futuristische Self-Service-Terminals geben, mit denen "man sehr viel machen kann", so Falk. Zum Beispiel können HVV-Kunden Karten aufladen. Die neuen Automaten seien einfach zu bedienen. Mehr wollte Falk nicht verraten: "Lassen Sie sich überraschen."

HSV beim Neujahrsempfang besonders stark vertreten

Nach den Reden ist vor den Unterhaltungen: Während die meisten Gäste den Neujahrsempfang weiter für anregende Gespräche und wichtige Kontakte nutzen, zieht es andere bereits zu den nächsten Terminen. Besonders forschen Schrittes schreitet HSV-Sportchef Ralf Becker zu frischen Taten – schließlich steht für den Zweitligisten die wichtige Mission Wiederaufstieg an.

Der HSV war in diesem Jahr übrigens weitaus stärker vertreten als Stadtrivale St. Pauli und als zu Erstligazeiten. Aus der aktuellen Garde waren neben Boss Bernd Hoffmann und Becker noch die aktuellen Präsidentschaftskandidaten Ralph Hartmann, Marcell Jansen und Jürgen Hunke anwesend. Aus der ehemaligen Riege trafen Ex-Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der ehemalige Direktor Sport Bernhard Peters sowie die früheren Vereinspräsidenten Jens Meier und Carl Jarchow aufeinander.

Noch 11.000 neue Hotelbetten in Hamburg bis 2021

In Hamburg werden laut Ulrike von Albedyll, Landesgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), bis 2021/2022 noch 20 neue Hotels eröffnet. Das sind zusätzliche 11.000 Betten. "Bei 56.000 Betten, die wir jetzt haben, sind das noch einmal 20 Prozent mehr", sagt Albedyll. "Das ist ein Trend, den wir sehr mit Sorge sehen." Die Stadt brauche ganz erhebliche Zuwächse an Touristen, damit sich das auch für die Hotels rechne. "Ansonsten wird es zu einem Konkurrenzkampf kommen, der für die Touristen gut ist, für den Hotelmarkt aber sehr schlecht." Zudem fehlten in Hamburg in der Branche 5000 Arbeitskräfte.

Umfrage-Schock für die Hamburger SPD

Vor mehr als 900 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Unterhaltung und Vereinen verkündete Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider die Ergebnisse einer im Auftrag des Hamburger Abendblatts erhobenen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa: Wie würden die Hamburger abstimmen, wenn jetzt Bürgerschaftswahl wäre? Das Ergebnis beinhaltet einen Schock für die SPD: AfD 7 Prozent, FDP 9 Prozent, Linke 11 Prozent, CDU 14 Prozent, Grüne 24 Prozent, SPD 30 Prozent. Bei einer Bundestagswahl wäre die SPD in Hamburg übrigens mit 17 Prozent nur drittstärkste Partei, hinter den Grünen mit 26 und der CDU mit 22 Prozent.

Lesen Sie hier die Rede von Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider

Bischöfin Fehrs macht sich Sorgen um radikale Positionen

Der Neujahrsempfang ist auch ein Treffpunkt der Religionsvertreter. Neben Landesrabbiner Shlomo Bistritzky ist auch Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs anwesend, die für das neue Jahr einen alten Leitsatz bemüht: "Suche den Frieden und jage ihm nach." Aktuell mache sie sich Sorgen um radikale Positionen und deren Ausbreitung in der Gesellschaft. "In unserer schnelllebigen Zeit hat man schon gar keine Zeit mehr, den Frieden zu suchen." Und was machen die Katholiken? Die entsenden später ihre Sternsinger ins Rathaus – gleichzeitig einer der nächsten Termine für Peter Tschentscher am heutigen Tage.

Box-Weltmeisterin trifft FDP-Allzweckwaffe

Herzliche Begrüßung zwischen der ehemaligen Box-Weltmeisterin Ina Menzer und der Hamburger FDP-Allzweckwaffe Katja Suding. Im Wahlkampf 2015 zeigte sich Suding als Kickboxerin, inzwischen ist die Bundestagsabgeordnete in Hamburg kaum noch zu sehen. Es sah so aus, als ob Menzer sie für ein paar Runden in den Ring locken wollte.

Smalltalk zwischen Bezirksamtschef und Hauptpastoren

"Ich darf hoch zu Roß in den Petersdom" Falko Droßmann, Bezirksamtschef von Hamburg-Mitte, plauderte mit den Hamburger Hauptpastoren, unter ihnen Ulrike Murmann (St. Katharinen) und Alexander Röder ( Michel). Dabei verriet er, dass er Kommandeur des Malteserordens sei. "Und somit habe ich das Recht, mit einem Pferd in den Petersdom in Rom zu reiten", scherzte der SPD-Politiker mit Hinweis auf diese alte Tradition. Die Hauptpastoren lud er zu einem Gespräch über die bessere Nutzung der Freiflächen rund um die Hamburger Kirchen ein.

Neujahrsempfang als Familientreffen

Frank Böttcher, Chef des Hamburger Instituts für Wetter-und Klimakommunikation empfindet den Neujahrsempfang des Hamburger Abendblatts als großes Familientreffen. "Wo hat man das sonst: 100 Meetings in zwei Stunden. Noch effektiver geht es nicht. Und der Empfang setzt jedes Jahr dynamische Impulse für die ganze Stadt."

Eberhard Möbius zum 30. Mal beim Neujahrsempfang

Schauspieler und Künstler Eberhard Möbius, 92, kam mit einem Rollator zum Empfang, nahm an der Bühne Platz und bestellte sich ein "Sektchen". Vor wenigen Wochen trat er bei der weihnachtlichen Abendblatt-Veranstaltung "Märchen im Michel" auf. Jetzt ist er zum 30. Mal beim Abendblatt-Empfang dabei. "Am meisten freue ich mich auf die Rede von Lars Haider", sagt er.

Bürgermeister Peter Tschentscher muss Mobilnummer ändern

Hamburgs Innensenator Andy Grote ist von vielen Seiten auf die Hackerangriffe angesprochen worden, die viele deutsche Politiker und Prominente in den vergangenen Tagen getroffen haben. Einer der Drahtzieher soll Verbindung nach Hamburg gehabt haben. Am Mittwoch will Bundesinnenminister Horst Seehofer über die Hintergründe und Verdächtigen informieren. Offenbar sind neben Bürgermeister Peter Tschentscher auch mehrere weitere Hamburger Politiker von den Hackerangriffen betroffen. Tschentscher musste bereits seine Mobilnummer ändern.

Joja Wendt und ein kurzes "Moin"

Pianist Joja Wendt kam mit dem üblichen Begrüßungsruf ins Atlantic: "Moin!" Dabei haben die Zuschauer der Elbphilharmonie für ihn einen neuen Ruf entwickelt. Aus "Hallelujah" machten sie "Hallo, Joja". Ein Ohrwurm!

Olympiastützpunkt-Chefin: "Perspektive für Kira Walkenhorst"

Die Leiterin des Hamburger Olympiastützpunktes, Ingrid Unkelbach, sagte dem Abendblatt zum Aus für Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst: "Das ist für sie tragisch, aber wenn man sich die Liste der Operationen anguckt, sah man, dass der Körper das nicht mehr mitmacht." Man müsse jetzt sehen, ob man im Rahmen der Laufbahnberatung auch eine Perspektive für Walkenhorst nach der sportlichen Karriere findet. Die neue Mitspielerin von Laura Ludwig, Margarethe Kozuch, habe es etwas schwerer, weil sie aus der Halle komme. "Aber Maggie wird das machen, das Ziel ist ganz klar Gold in Tokio!"

Jürgen Hunke: Vom Tropensturm zum Neujahrsempfang

Gute Nachrichten vom HSV: Das Kandidaten-Trio für die Präsidentschaftswahl um Marcell Jansen, Ralph Hartmann und Jürgen Hunke ist komplett und trifft damit erstmals vor dem Showdown am 19. Januar in dieser Konstellation aufeinander.

Dabei ist zumindest das Erscheinen Hunkes ein wenig überraschend, schließlich hing der ehemalige HSV-Chef bis gestern noch auf der Tropensturm geplagten thailändischen Ferieninsel Koh Samui fest. Er hatte schon die Schwimmweste an und saß am Strand. Seine Familie und er konnten sich gerade noch retten. Heute Morgen um 8.10 Uhr landete er dann doch wohlbehalten in Hamburg, duschte sich schnell, zog sich um – und ließ sich von seinem Fahrer ins Atlantic chauffieren. Perfekte Punktlandung also des 75-Jährigen.

Und wen hatte Hunke als ersten aus Thailand angerufen? Seinen alten Freund Heribert Bruchhagen. "Du kommst doch auch zum Neujahrsempfang des Abendblatts, oder?" Bruchhagen sagte zu. Er wollte sich doch noch einmal von Moderator Jens Meyer-Wellmann aufs Glatteis führen lassen...

Ralf Dümmel winkt HSV-Job ab

In den vergangenen Tagen sorgte eine Meldung für Wirbel, nach der Ralf Dümmel als Berater für den Fußball-Zweitligisten tätig werden solle. Die Nachricht wurde von der Sprecherin des Handelsexperten dementiert. Heute sagt Dümmel selbst: "Es hat tatsächlich ein Gespräch mit dem HSV gegeben. Aber ich habe mir gedacht, 'Schuster, bleib bei deinen Leisten' und konzentriere dich auf die 'Höhle der Löwen', die in drei Wochen beginnt." Er habe außerdem genug zu tun. Dümmel sagte, er wünsche sich für die Vox-Sendung noch deutlich mehr Gründer aus Hamburg und Norddeutschland.

Bahnsprecher: Neues vom Hamburger Hauptbahnhof

Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis erscheint pünktlich und verspricht: Es wird noch in diesem Jahr Veränderungen am Hamburger Hauptbahnhof geben.

Der sogenannte Südsteg wird geöffnet, es gibt weitere Zugänge über Treppen zu den Bahngleisen. Eine Prognose über den Bahnhof Diebsteich wagte der Bahnsprecher nicht. "Hier läuft noch das Gerichtsverfahren." Aber man wolle so schnell wie möglich den ersten Spatenstich machen.

Asklepios-Chef inspiziert den großen Saal

Der Vorstandvorsitzende von Hamburgs größtem Arbeitgeber ist schon da. Asklepios-Chef Kai Hankeln inspizierte den großen Saal des Atlantic. Hatte er einen Auftrag des Eigentümers? Denn das Atlantic gehört dem Asklepios-Gründer Bernard große Broermann.